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IAQ: Deutschland braucht einen gesetzlichen Mindestlohn

Gesetzliche Mindestlöhne schaden nicht, sondern wirken neutral oder sogar leicht positiv auf die Beschäftigung: Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen.

Die Beschäftigungseffekte, die ein gesetzlicher Mindestlohn auslöst, hängen von seiner Ausgestaltung ab, verdeutlichen die IAQ-Arbeitsmarktforscher: "Die Höhe der Festsetzung braucht Augenmaß - und flankierende Maßnahmen wie eine frühzeitige Ankündigung, Anpassungszeiten für Klein- und Mittelbetriebe sowie eine Verknüpfung mit Weiterbildung und Innovation".

Für das IAQ ist ein einheitlicher gesetzlicher Mindestlohn, der das Lohnspektrum nach unten begrenzt, insbesondere deshalb erforderlich, weil die Zahl der Niedriglohnempfänger immer mehr nach oben klettert. Inzwischen arbeitete hierzulande jeder fünfte Beschäftigte - das sind 6,5 Millionen Frauen und Männer - für Stundenlöhne unterhalb der Niedriglohnschwelle.

Besonders wichtig sei ein gesetzlicher Mindestlohn "für Bereiche, in denen die Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände nicht präsent oder zu schwach sind, um angemessene Löhne zu vereinbaren", betonen die Wissenschaftler.

Die Studie "Warum Deutschland einen gesetzlichen Mindestlohn braucht" steht als PDF-Datei (107 KB) auf Mausklick zum Download zur Verfügung.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

   

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