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03.03.2016

BMF erläutert Sachbezugswert für Mahlzeiten-Zuschüsse

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat den lohnsteuerrechtlichen Umgang mit Kantinenmahlzeiten und Essensmarken spezifiziert. Fraglich war, ob die entsprechenden Regelungen der Lohnsteuer-Richtlinie (LStR) auch anzuwenden sind, wenn der Arbeitgeber arbeitstägliche Zuschüsse zu Mahlzeiten einräumt, ohne dafür Papier-Essenmarken wie etwa Restaurantschecks zu verwenden.

Die Bewertung von Mahlzeiten wird in den LStR 2015, R 8.1, Absatz 7 geregelt. Dort ist unter anderem festgelegt, wie mit Leistungen des Arbeitgebers verfahren wird, die dieser in Form von Essenmarken an die Arbeitnehmer verteilt. Was aber, wenn der Arbeitgeber den Zuschuss ohne Papiermarke gewährt, die bei einer Annahmestelle in Zahlung genommen wird?

Dazu stellte das BMF nun fest, dass als Arbeitslohn nicht der Zuschuss, sondern die Mahlzeit des Arbeitnehmers mit dem maßgebenden amtlichen Sachbezugswert anzusetzen ist. Dies gilt, sofern tatsächlich eine Mahlzeit durch den Arbeitnehmer erworben wird, für jede Mahlzeit nur ein arbeitstäglicher Zuschuss beansprucht werden kann sowie der Zuschuss den amtlichen Sachbezugswert um nicht mehr als 3,10 Euro übersteigt. Zudem darf der Zuschuss den tatsächlichen Preis der Mahlzeit nicht übersteigen, und er darf nicht von Arbeitnehmern beansprucht werden, die eine Auswärtstätigkeit ausüben, bei der die ersten drei Monate noch nicht abgelaufen sind.

Die übrigen Regeln der LStR 2015 seien entsprechend anzuwenden, heißt es in dem Schreiben weiter. Der Arbeitgeber hat die oben genannten Voraussetzungen nachzuweisen. Dafür kann er entweder vom Arbeitnehmer vorgelegte Einzelnachweise manuell überprüfen oder sich elektronischer Verfahren bedienen. Ferner hat er die Belege oder die Abrechnung zum Lohnkonto aufzubewahren.

Das BMF-Schreiben kann hier kostenfrei als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.



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