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23.03.2016

Blick in die Zukunft: Wie sieht das Idealbild von Arbeit der Beschäftigten aus?

Die Ansprüche an Arbeit werden vielfältiger und komplexer - und es bleibt viel zu tun. Einer Studie der Bundesregierung zufolge sieht sich rund die Hälfte der Befragten von ihrem persönlichen Idealbild von Arbeit derzeit noch weit entfernt. Die Befragung zeigt auch, was Arbeitnehmer wirklich wollen.

Für die Studie wurden mehr als 1000 Erwerbspersonen über ihre Vorstellungen zum Thema "Arbeit in Deutschland" befragt. "Was für die einen wünschenswerte Zukunft ist, stellt für die anderen ein bedrohliches Szenario dar", heißt es darin. Insgesamt blicken aber viele positiv in die Zukunft. Für das Jahr 2030 erwartet fast die Hälfte der Befragten, dass ihre Arbeitssituation nahe an ihrem Idealbild liegt. Aktuell sieht das lediglich ein Fünftel so. Beschäftigte sehen vor allem in den Mitgestaltungs- und Entfaltungsmöglichkeiten Potenzial.

Jeder will was anderes

Alles in allem zeigt sich jedoch kein einheitliches Bild: Die Wahrnehmung und Bewertung der Arbeitswelt unterscheidet sich von Person zu Person, teilweise stehen sich die Einstellungen und Haltungen diametral gegenüber. So wird die zunehmende Individualisierung der Arbeitswelt von manchen positiv gesehen, während andere den Zusammenhalt unter solidarischen Kollegen vermissen.

Bedürfnisse lassen sich nicht über einen Kamm scheren

Arbeitgeber und die Politik sollten den Studienautoren zufolge diese Unterschiede in Inhalt und Ansprache "deutlich stärker als bisher" berücksichtigen. Die Bedürfnisse ließen sich nicht "über einen Kamm scheren". Einig seien sich die Befragten hingegen in ihrer Ablehnung unfairer Arbeitsbedingungen und der Überzeugung, dass Leistung auch angemessen honoriert werden sollte. Die Flexibilität der Arbeitswelt indes bleibe ein Konfliktpunkt, da es nicht nur um unterschiedliche Interessen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gehe, sondern auch um unterschiedliche Präferenzen zwischen verschiedenen Arbeitnehmergruppen.

Die Studienergebnisse können hier kostenfrei als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.