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07.02.2014

Umfrage: Tatsächliche Arbeitszeit toppt die vertragliche

Immer weniger Beschäftigte müssen ein zunehmend größeres Arbeitspensum bewältigen: Diese Aussage unterschreiben immer mehr berufstätige Frauen und Männer. Manche befürchten sogar, auf Dauer die Anforderungen nicht erfüllen zu können. Das zeigt eine aktuelle Befragung.

Deutlich wird in der "Arbeitszeitbefragung 2013" der FOM Hochschule und des KompetenzCentrums für Statistik und Energie, dass die tatsächlich geleistete Arbeitszeit mit 41,8 Wochenstunden die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit von 37,7 Stunden um 4,1 Stunden je Woche übersteigt.

Im Vergleich zu der Befragung 2012 ist das Arbeiten am Wochenende nach oben geklettert: von 4,2 Tagen im Jahr auf 4,9 Tage im Jahr. Geringfügig angestiegen von 5,1 auf 5,2 ist die Zahl der krankheitsbedingten Ausfalltage.

Die meisten Beschäftigten arbeiten in einem Arbeitszeitmodel mit flexiblen Arbeitszeiten, die gepaart sind mit Anwesenheitspflicht in den Kernzeiten. Wünschen würden sich die Arbeitnehmer ganz deutlich flexible Arbeitszeiten ohne Einschränkungen.

Zu 54 Prozent sind die Befragten der Meinung, die beruflichen Anforderungen der letzten zwölf Monate nicht ein Leben lang durchhalten zu können. Dennoch geben 57,3 Prozent der Umfrageteilnehmer an, mit den aktuellen Arbeitsbedingungen "sehr zufrieden oder eher zufrieden" zu sein.

Das stärkere Ineinanderfließen von Berufsleben und Privatleben zeigt sich an der Erreichbarkeit: 60,2 Prozent der Befragten geben an "jederzeit", "zu bestimmten Zeiten" oder "nach Absprache" auch außerhalb der Arbeitszeit erreichbar zu sein.

An der "Arbeitszeitbefragung 2013" haben 859 Frauen und Männer teilgenommen. Die Auswertung der Befragung steht hier als PDF-Datei bereit.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.