Nachrichten

04.01.2016

Union und DIHK fordern Rücknahme der Vorfälligkeit von Sozialversicherungsbeiträgen

Mitte 2016 sollen die Renten in Deutschland um vier bis fünf Prozent steigen - bei einem gleichbleibenden Rentenbeitragssatz von 18,7 Prozent und rund 33 Milliarden Euro Rücklagen. Grund genug für Unionspolitiker und den Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), Entlastungen für Unternehmen zu fordern.

Die Änderung geht auf das Jahr 2005 zurück, als die Arbeitslosenquote sehr viel höher lag als heute. Um den Rentenversicherungsbeitrag zu stabilisieren, ohne die Renten kürzen zu müssen, wurde der Stichtag für die Überweisung der Sozialbeiträge vorverlegt. Statt bis zum 15. des Folgemonats waren sie seitdem spätestens zum drittletzten Bankarbeitstag des laufenden Monats fällig.

Doppelbelastung bei der Lohnabrechnung durch Vorfälligkeit

Die Wirtschaft leide noch heute unter dieser Maßnahme, heißt es beim DIHK. Der vorgezogene Zahlungstermin stelle für viele Unternehmen eine erhebliche Doppelbelastung bei der Lohnabrechnung dar, so Achim Dercks, stellvertretender DIHK-Hauptgeschäftsführer. Sie müssten zunächst die Lohnsumme vorab schätzen und diese dann im folgenden Monat noch einmal mit den tatsächlichen Zahlen abgleichen. In seinen Augen ist das eine "unnötige bürokratische Last".

Bundesregierung soll Versprechen einhalten und Regelung zurücknehmen

Die Bundesregierung hatte seinerzeit zugesagt, die Regelung in besseren Zeiten zurückzunehmen. Nun mehren sich die Stimmen in der Union, die fordern, dieses Versprechen einzulösen. Grund sei nicht nur die gute Kassenlage bei der Rentenversicherung; auch der Gesundheitsfonds und die Arbeitslosenversicherung verfügten über Rücklagen in Milliardenhöhe.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


Top-Themen 

Junge Frau unterzeichnet Arbeitsvertrag

Bewerbungsprozess: Unternehmen müssen mit offenen Karten spielen

Der Arbeitgeber ist rechtlich verpflichtet, den Bewerber auf Umstände hinzuweisen, die von erheblicher Bedeutung für die Entscheidung zum Abschluss eines Arbeitsvertrages sein können. Verletzt er diese „Aufklärungspflicht“, hat das rechtliche Konsequenzen. Welche das sind, zeigt unser Beitrag.

mehr ...

   
Junge Mutter hält gähnendes Baby auf dem Arm

Neues Jahr, neue Regeln: Das ändert sich 2018

Mit dem Jahreswechsel stehen für Arbeitgeber wieder Neuerungen an. Wesentliche Änderungen für das Jahr 2018 finden Sie hier im Überblick. 

mehr...

   
Weihnachtsmütze liegt auf einem Stapel Geld

Arbeitgeber fordert Weihnachtsgeld zurück – darf er das?

Liegt eine belastbare Rechtsgrundlage vor, kann der Arbeitgeber das gezahlte Weihnachtsgeld vom Mitarbeiter zurückverlangen. In welchen Fällen eine Anspruchsgrundlage auf Rückzahlung vorliegt, zeigt unser Beitrag.

mehr...

   
 Zwei junge Frauen sitzen vor einem Laptop

Recruiting-Strategie: Mitarbeiterempfehlungsprogramm

Viele Personaler setzen bei der Suche nach Talenten auf das Prinzip "Mitarbeiter werben Mitarbeiter" – aus gutem Grund. Von diesem Empfehlungsmarketing profitiert nicht nur das Recruiting, sondern das Unternehmen als Ganzes.

mehr...

   
   
Darstellung von Bitcoins
Foto: © thodonal - Fotolia.com

Bitcoin auf der Lohnabrechnung – Spielerei oder massentauglich?

Nur Bares ist Wahres, heißt es. Bitcoin beweist das Gegenteil: Vor allem in der Finanz- und IT-Branche steht man dem Krypto-Geld positiv gegenüber, weil es unter anderem fälschungssicher und unabhängig von Banken oder dem Staat ist. Ob und wann es sich flächendeckend durchsetzt, ist offen. Löhne und Gehälter in Bitcoin auszuzahlen, ist derzeit aber noch riskant.

mehr...

   
Frau mit Telefonhörer in der HandFoto: © milanmarkovic78-Fotolia.com

"KAPOVAZ": Arbeit auf Abruf – nicht immer erlaubt!

KAPOVAZ steht für „Kapazitätsorientierte variable Arbeitszeit“. Dabei handelt es sich um eine aus den USA übernommene Sonderform der Teilzeitarbeit, der zufolge der Teilzeitbeschäftigte auf Abruf seines Arbeitgebers zur Verfügung stehen muss. Auf welche arbeitsrechtlichen Beschränkungen Arbeitgeber bei der Abrufarbeit in der Bundesrepublik achten müssen, zeigt dieser Beitrag.

mehr... 

   

Foto: © Alvin Harambai-Fotolia.com

Verhaltensbedingte Kündigung – vermeidbare Fehler!

Arbeitgeber können bei einer ordentlichen verhaltensbedingten Kündigung viel falsch machen. Das KSchG und eine Menge anderer Gesetze lassen ihnen zum Scheitern ein breites Betätigungsfeld. Die folgenden Kardinalfehler sollten sie aber unbedingt vermeiden. 
 

mehr...

   
 Chef wählt am Bildschirm Bewerber aus
Foto: © Soda Productions -Fotolia.com

Digitales Recruiting: Trendige Wege zum Wunschkandidaten

Der digitale Wandel birgt große Chancen für Personalverantwortliche, wenn sie für digitale Trends in der Kandidatensuche offen sind. Diese Trends sollten Sie kennen und nutzen. mehr...

   

 Mann betankt sein Auto

Foto: © Barem - Fotolia.com

Benefits für Vielfahrer: Bahncard, Tankgutschein oder Strom für's E-Auto?

Mit welchem Verkehrsmittel Arbeitnehmer zur Arbeit kommen, kann auch eine Frage des Anreizes sein. Nämlich, wenn Arbeitgeber beispielsweise Bahncard, Tankgutschein oder kostenfreies Aufladen von E-Fahrzeugen als Zusatzleistungen anbieten.  Wir stellen die Vor- und Nachteile der beliebtesten Fringe Benefits für Vielfahrer und Pendler vor. mehr...

   
   
 

Weitere Top-Themen