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11.01.2016

Befristungen, Druck und Rentensorgen machen jungen Arbeitnehmern zu schaffen

Der Einstieg ins Berufsleben gestaltet sich für viele junge Menschen schwierig. 27,8 Prozent der unter 35-Jährigen arbeiten in Teilzeit- oder Minijobs, haben einen befristeten Vertrag oder sind in Zeitarbeit. Zudem haben sie nur geringen Einfluss auf die Gestaltung der Arbeitszeit, und sie machen sich Sorgen um ihre Rente. Das geht aus einer repräsentativen Studie der DGB-Jugend hervor.

Die Befragung wurde vom Umfragezentrum Bonn durchgeführt und umfasste rund 1400 abhängig Beschäftigte unter 35 Jahren. Demnach sind die Arbeitsverhältnisse junger Menschen mehr als dreimal so oft befristet wie bei älteren Arbeitnehmern. 31 Prozent der Jungen verdienen weniger als 1500 Euro brutto im Monat.

Einkommen und Rente nicht angemessen

Kein Wunder also, dass 52 Prozent der unter 35-Jährigen ihr Einkommen für nicht angemessen halten. Im Gastgewerbe und in Gesundheitsberufen liegt dieser Wert mit 70,7 beziehungsweise 61,8 Prozent besonders hoch. Auch hinsichtlich der Rente ist der Blick der jungen Generationen getrübt: 60,6 Prozent belastet es stark, dass sie ihre spätere Rente "nicht oder nur gerade" für ausreichend halten.

Zu wenig Einfluss auf die Arbeitsbedingungen

Ein weiteres Manko ist die Mitbestimmung bei den Arbeitsbedingungen. "In fast allen Branchen können junge Menschen keinen oder nur geringen Einfluss auf die Gestaltung der Arbeitszeit nehmen", heißt es in der Studie. Hinzu kommt, dass 60,9 Prozent der jungen Arbeitnehmer regelmäßig Überstunden machen, im Schnitt 4,1 Stunden pro Woche. 52 Prozent fühlen sich darüber hinaus "sehr häufig" oder "oft" gehetzt oder unter Zeitdruck.

Arbeitsplatzsicherheit spielt große Rolle

"Wunsch und Wirklichkeit klaffen auseinander", konstatiert der DGB angesichts dieser Ergebnisse. Die größte Erwartung junger Beschäftigter an ihren Arbeitgeber sei die Sicherheit des Arbeitsplatzes, sagt DGB-Bundesjugendsekretär Florian Haggenmiller. Das stehe im Gegensatz zum vielbeschworenen Bild der Generation Y, die sich Flexibilität wünsche und für die Arbeit nicht mehr so wichtig sei wie das Privatleben. Er empfiehlt Arbeitgebern, die Erwartungen junger Menschen ernst zu nehmen und ihr Arbeitsbedingungen deutlich zu verbessern.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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