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14.01.2016

Zahlen und Fakten zu mobiler Arbeit und Home-Office

Flexible Arbeitsformen unter die Lupe genommen: In Deutschland herrscht immer noch eine "starke Anwesenheitskultur", doch werden die Grenzen durch das mobile Arbeiten zunehmend durchlässiger. Die Bundesregierung hat dazu einen Forschungsbericht veröffentlicht.

"In vielen Berufen fehlen die technischen oder strukturellen Voraussetzungen für die Arbeit von zu Hause aus", konstatieren die Autoren. Trotzdem bietet immerhin ein Drittel der Betriebe ihren Beschäftigten diese Möglichkeit, vor allem Führungskräften und Mitarbeitern im Dienstleistungssektor. In den meisten dieser Unternehmen ist das Homeoffice jedoch keine Arbeitsform für den Alltag, sondern nur unregelmäßig möglich.

Zwar hat das Arbeiten vom heimischen Schreibtisch aus seit 2013 nicht zugenommen. Die Erreichbarkeit der Beschäftigten außerhalb der Arbeitszeit für dienstliche Anliegen aber habe sich erhöht. Jeder dritte Angestellte, der nie von zu Hause aus arbeitet, würde dies zumindest gelegentlich gerne tun, so ein weiteres Ergebnis der Studie.

Vorteile flexibler Arbeitsmodelle überwiegen die Nachteile

Die Vorteile von größeren Freiheiten bei der Arbeitsgestaltung scheinen insgesamt zu überwiegen. Mitarbeiter, die räumlich und zeitlich flexibel arbeiten, fühlten sich enger mit ihrem Betrieb verbunden. Auch das Homeoffice erhält in puncto Arbeitsqualität gute Noten. Wer allerdings außerhalb der Arbeitszeit, sprich: in seiner Freizeit von zu Hause arbeitet, empfindet neben einer höheren Arbeitszufriedenheit auch häufiger Konflikte zwischen Arbeits- und Privatleben.

Die Studie stützt sich auf eine repräsentative und deutschlandweite Befragung, an der mehr als 1200 Betriebe und 7500 Beschäftigte teilnahmen. Durch den digitalen Wandel findet eine zunehmende zeitliche und räumliche Entgrenzung von Arbeit statt. Der Bericht sollte unter anderem klären, wie verbreitet mobiles Arbeiten heutzutage ist, welche Personen davon betroffen sind, und wie sie ihre Arbeitsqualität erleben.

Der Forschungsbericht kann hier kostenfrei als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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