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15.01.2016

Neue AÜ-Statistikerhebung entlastet Zeitarbeits-Unternehmen

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat die Statistik zur Arbeitnehmerüberlassung (AÜ) zum 1. Januar 2016 auf eine neue Datenquelle umgestellt. Die Informationen werden nun über das Meldeverfahren zur Sozialversicherung erhoben. Zeitarbeits-Unternehmen müssen keine gesonderten Meldebelege mehr einreichen. Mit der Umstellung werden die Zahlen zur AÜ in die Beschäftigungsstatistik integriert.

Ein weiterer Vorteil ist laut BA, dass künftig differenziertere Daten über die Leiharbeitnehmer vorliegen. Statt der halbjährlich anzufertigenden Belege der Verleihbetriebe an den Zentralen Meldedienst der BA sind nun die laufenden Meldungen der Arbeitgeber im Meldeverfahren zur Sozialversicherung Datenbasis der Statistik. Der Berichtszeitraum von jeweils sechs Monaten wird unterdessen beibehalten.

Aufgrund des Wechsels der Datenquelle kommt es zu kleineren Änderungen der Statistikinhalte. So liegt die Zahl der Leiharbeitnehmer aus der neuen AÜ-Statistik um etwa 3,5 Prozent höher als nach der bisherigen Statistik nach dem AÜ-Gesetz. "Auch gewisse Abweichungen in den Bestandsstrukturen sind zu verzeichnen", heißt es bei der BA weiter.

Durch das neue Verfahren wird zudem der Vergleich zwischen Leiharbeitnehmern und der Gesamtheit der Beschäftigten erleichtert. Ein Beispiel: Zuletzt habe der Anteil der Männer an allen Leiharbeitnehmern der BA zufolge 70 Prozent betragen, bei allen Beschäftigten waren es dagegen nur 51 Prozent. Die neue Statistik zeigt auch, dass in der Zeitarbeit Ausländer (21 zu 9 Prozent) und Hilfskräfte (53 zu 19 Prozent) stärker repräsentiert sind als im Gesamtbeschäftigungssystem.

Der Meldeaufwand für die Zeitarbeitsunternehmen wird mit der neuen Erhebungsmethode deutlich geringer, schreibt der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ). Die DEÜV-Meldungen, aus denen sich die Statistik nun speist, werden von ihnen per Lohnabrechnungsprogramm mit den An-, Ab- und Jahresmeldungen für die Beschäftigten übermittelt.

Der BA-Methodenbericht mit den Details zur Umstellung kann hier kostenfrei als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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