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22.01.2016

Europäischer Berufsaufweis: EU-weites Arbeiten leichter gemacht

Krankenpfleger, Apotheker, Physiotherapeuten, Bergführer und Immobilienmakler, die in anderen EU-Mitgliedstaaten arbeiten möchten, profitieren seit dem 18.01.2016 von dem europäischen Berufsausweis (EBS). Denn: Dieses "elektronische" Zertifikat erleichtert europaweit die Anerkennung ihrer beruflichen Qualifikationen.

Der EBA ist nicht zu verwechseln mit einem klassischen Ausweisdokument. Vielmehr handelt es sich um ein Verfahren, mit dem die EU-Mitgliedstaaten auf elektronischem Wege die Berufsqualifikationen der Antragsteller prüfen und anerkennen können. Die Vorteile: Das Anerkennungsverfahren ist benutzerfreundlich und lässt sich jederzeit online nachverfolgen. Mit dem EBS erhalten Beschäftigte aus den genannten Berufen den elektronischen Nachweis, dass ihre Berufsqualifikationen vom Aufnahmeland anerkannt wurden oder sie die Voraussetzungen für einen vorübergehenden Aufenthalt dort erfüllen.

Vor Missbrauch wird gewarnt

Gleichzeitig stellt dieses Online-Verfahren durch einen Vorwarnhinweis sicher, dass Missbrauch verhindert wird und Patienten sowie Verbraucher in der EU geschützt sind. Beispielsweise, wenn die Berufsausübung des Antragstellers in einem anderen Land bereits gerichtlich verboten wurde oder eine Beschränkung der Tätigkeit vorliegt. Ist dies der Fall, sind die zuständigen Behörden in den EU-Mitgliedstaaten verpflichtet, sich gegenseitig davon zu unterrichten.

Weitere Informationen zu den einzelnen Schritten des Antragsverfahrens finden Interessierte hier auf der Seite der EU-Kommission.


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