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05.02.2016

Leiharbeiterin verklagt Google wegen unbezahlter Überstunden

Sei nicht böse, das war lange Zeit das Motto von Google. Eine Recruiterin hat das Unternehmen nun im Namen aller beschäftigten Leiharbeiter verklagt. Sie hätte zwölf Stunden täglich, manchmal auch am Wochenende, arbeiten müssen, bezahlt worden seien jedoch nur 40 Stunden. Zudem wehrt sie sich gegen ihre Kündigung - sie erfolgte eine Woche, nachdem sie sich über die Zustände beschwert hatte.

Wie "Spiegel Online" und andere berichten, war die Recruiterin Tymuoi Ha bei der Firma Urpan Technologies angestellt, ihr Vorgesetzter stand in Diensten von Google. Auf ihre Einwände hin soll er geantwortet haben, dass er nichts dagegen machen könne. Sein Chef wiederum rief Ha angeblich wenig später an und verlangte eine Entschuldigung von ihr. Aus Angst um ihren Arbeitsplatz sei sie darauf eingegangen - verlor ihren Job dann aber trotzdem.

Überstunden gegen Aussicht auf Daueranstellung

Das Unternehmen wisse, dass die Leiharbeiter Überstunden machen müssten, um die Performance-Ziele zu erreichen, sagte Has Anwalt Michael Palmer. Dafür würde eine dauerhafte Anstellung in Aussicht gestellt. In seinen Augen sei das kein fairer und gerechter Ausgleich.

Der Anklageschrift zufolge kam es zu weiteren Gesprächen mit dem Ergebnis, dass Ha eine Übersicht über ihre nicht abgegoltenen Überstunden einreichen sollte. Die Gegenseite habe zwar anerkannt, dass sie versäumt habe, die Mehrarbeit zu bezahlen - bezahlte sie aber trotzdem nicht.

Google ist scheinbar Wiederholungstäter

Laut dem US-Portal Fast Company wurde Google bereits schon einmal wegen der Zurückhaltung von Löhnen verklagt. Auch in diesem Fall ging es um unbezahlte Überstunden und die Beendigung des Arbeitsverhältnisses, als der Betroffene den Missstand anprangerte. Das Verfahren wurde zwischenzeitlich mit einem außergerichtlichen Vergleich beigelegt.

Die Klageschrift der Recruiterin kann hier im Original in englischer Sprache abgerufen werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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