Nachrichten

12.02.2016

IT-Personalplanung hinkt digitaler Entwicklung hinterher

Dienstleister zu sein allein reicht für IT-Abteilungen schon lange nicht mehr aus. Obwohl die Digitalisierung schnellen Schrittes voranschreitet, wird die strategische Personalplanung in diesem Bereich vernachlässigt. Das ist das Ergebnis einer Studie von Kienbaum und dem Branchenverband Bitkom. Sowohl die Ansprüche an die Fähigkeiten der Mitarbeiter als auch ihre Rollen ändern sich.

Für die Studie "IT-Organisation 2018" wurden CIOs und IT-Verantwortliche in 120 Unternehmen befragt. Lediglich 22 Prozent von ihnen gaben an, dass der IT-Bereich technologisch gestützte Business-Innovationen vorantreibt und gemeinsam mit anderen Fachbereichen Geschäftsmodelle und -prozesse entwickelt. "Und das, obwohl digitale Innovationen angesichts des digitalen Wandels immer wichtiger werden", kommentieren die Autoren.

Strategische IT-Personalplanung für viele noch Neuland

Der Wandel vom Dienstleister zum sogenannten "Business Innovator" vollziehe sich in Deutschland sehr langsam: "Die strategische IT-Personalplanung ist für viele Unternehmen noch Neuland", sagt Studienleiter Thomas Heinevetter von Kienbaum. Rund die Hälfte der Firmen beklage, dass ihre IT-Organisation nicht über das entsprechende Know-how in Methodik und Prozessen dafür verfüge. Unter anderem mangele es an strategischen Vorgaben und der Unterstützung durch die Personalabteilung.

Für die Optimierung der IT-Personalstruktur identifizierten die Befragten vor allem vier Handlungsfelder. Jeweils 35 Prozent sehen in der Weiterentwicklung der Mitarbeiter-Kompetenzen und der strategischen IT-Personalplanung die wichtigsten Stellschrauben. Darüber hinaus sahen je 21 Prozent die Anpassung der IT-Aufbau-Organisation sowie die Definition und Differenzierung von Rollen als wichtige personalwirtschaftliche Themen an.

Auch Heinevetter sieht in der Rollendifferenzierung ein wirkungsvolles Instrument: Ein Rollenmodell "strukturiert die Aufgaben (...) und steuert den Personalkörper im Hinblick auf Personalbedarfe und Kompetenzen". Bisher hätten jedoch lediglich 55 Prozent die Rolle eines IT-Demand-Managers entwickelt, noch weniger die eines IT-Provider-Managers, eines IT-Architekten oder eines IT-Portfolio-Managers.

Die Studie kann hier kostenfrei als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


Top-Themen 

Junge Frau unterzeichnet Arbeitsvertrag

Bewerbungsprozess: Unternehmen müssen mit offenen Karten spielen

Der Arbeitgeber ist rechtlich verpflichtet, den Bewerber auf Umstände hinzuweisen, die von erheblicher Bedeutung für die Entscheidung zum Abschluss eines Arbeitsvertrages sein können. Verletzt er diese „Aufklärungspflicht“, hat das rechtliche Konsequenzen. Welche das sind, zeigt unser Beitrag.

mehr ...

   
Junge Mutter hält gähnendes Baby auf dem Arm

Neues Jahr, neue Regeln: Das ändert sich 2018

Mit dem Jahreswechsel stehen für Arbeitgeber wieder Neuerungen an. Wesentliche Änderungen für das Jahr 2018 finden Sie hier im Überblick. 

mehr...

   
Weihnachtsmütze liegt auf einem Stapel Geld

Arbeitgeber fordert Weihnachtsgeld zurück – darf er das?

Liegt eine belastbare Rechtsgrundlage vor, kann der Arbeitgeber das gezahlte Weihnachtsgeld vom Mitarbeiter zurückverlangen. In welchen Fällen eine Anspruchsgrundlage auf Rückzahlung vorliegt, zeigt unser Beitrag.

mehr...

   
 Zwei junge Frauen sitzen vor einem Laptop

Recruiting-Strategie: Mitarbeiterempfehlungsprogramm

Viele Personaler setzen bei der Suche nach Talenten auf das Prinzip "Mitarbeiter werben Mitarbeiter" – aus gutem Grund. Von diesem Empfehlungsmarketing profitiert nicht nur das Recruiting, sondern das Unternehmen als Ganzes.

mehr...

   
   
Darstellung von Bitcoins
Foto: © thodonal - Fotolia.com

Bitcoin auf der Lohnabrechnung – Spielerei oder massentauglich?

Nur Bares ist Wahres, heißt es. Bitcoin beweist das Gegenteil: Vor allem in der Finanz- und IT-Branche steht man dem Krypto-Geld positiv gegenüber, weil es unter anderem fälschungssicher und unabhängig von Banken oder dem Staat ist. Ob und wann es sich flächendeckend durchsetzt, ist offen. Löhne und Gehälter in Bitcoin auszuzahlen, ist derzeit aber noch riskant.

mehr...

   
Frau mit Telefonhörer in der HandFoto: © milanmarkovic78-Fotolia.com

"KAPOVAZ": Arbeit auf Abruf – nicht immer erlaubt!

KAPOVAZ steht für „Kapazitätsorientierte variable Arbeitszeit“. Dabei handelt es sich um eine aus den USA übernommene Sonderform der Teilzeitarbeit, der zufolge der Teilzeitbeschäftigte auf Abruf seines Arbeitgebers zur Verfügung stehen muss. Auf welche arbeitsrechtlichen Beschränkungen Arbeitgeber bei der Abrufarbeit in der Bundesrepublik achten müssen, zeigt dieser Beitrag.

mehr... 

   

Foto: © Alvin Harambai-Fotolia.com

Verhaltensbedingte Kündigung – vermeidbare Fehler!

Arbeitgeber können bei einer ordentlichen verhaltensbedingten Kündigung viel falsch machen. Das KSchG und eine Menge anderer Gesetze lassen ihnen zum Scheitern ein breites Betätigungsfeld. Die folgenden Kardinalfehler sollten sie aber unbedingt vermeiden. 
 

mehr...

   
 Chef wählt am Bildschirm Bewerber aus
Foto: © Soda Productions -Fotolia.com

Digitales Recruiting: Trendige Wege zum Wunschkandidaten

Der digitale Wandel birgt große Chancen für Personalverantwortliche, wenn sie für digitale Trends in der Kandidatensuche offen sind. Diese Trends sollten Sie kennen und nutzen. mehr...

   

 Mann betankt sein Auto

Foto: © Barem - Fotolia.com

Benefits für Vielfahrer: Bahncard, Tankgutschein oder Strom für's E-Auto?

Mit welchem Verkehrsmittel Arbeitnehmer zur Arbeit kommen, kann auch eine Frage des Anreizes sein. Nämlich, wenn Arbeitgeber beispielsweise Bahncard, Tankgutschein oder kostenfreies Aufladen von E-Fahrzeugen als Zusatzleistungen anbieten.  Wir stellen die Vor- und Nachteile der beliebtesten Fringe Benefits für Vielfahrer und Pendler vor. mehr...

   
   
 

Weitere Top-Themen