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15.02.2016

Deutsche Wirtschaft startet Integrations-Initiative

Mit einer neuen Initiative haben sich 36 Unternehmen der deutschen Wirtschaft zum Ziel gesetzt, gemeinsam die Integration von Flüchtlingen voranzutreiben. Zu den Teilnehmern des Bündnisses zählen unter anderem Opel, Bosch und die Deutsche Post. Auf einer Internet-Plattform sollen Integrationsinitiativen gesammelt und das Engagement gebündelt werden.

Die vorgestellten Projekte seien in den vergangenen Monaten ins Leben gerufen worden, heißt es in einer Erklärung. Meist sei der Anstoß hierzu direkt von den Mitarbeitern gekommen. Der neue Internet-Auftritt dient dazu, einen Überblick über bereits durchgeführte Maßnahmen zu schaffen, soll aber auch als Inspiration für andere Unternehmen dienen, sich bestehenden Projekten anzuschließen oder neue zu starten.

Die Auswahl an Möglichkeiten ist groß: Adidas beispielsweise will in diesem Jahr jeden der rund 5000 Mitarbeiter für drei Tage für ehrenamtliche Tätigkeiten freistellen. 30 Flüchtlinge können durch Kurzpraktika Arbeitserfahrungen sammeln. Die Sixt-Gruppe übernimmt Patenschaften für Heime, um "strukturelle und nachhaltige Unterstützung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge" zu leisten. WMF finanziert die Aktivitäten des Arbeitskreises Asyl am Unternehmensstandort Geislingen.

Einige kritische Stimmen, dass es sich bei der Initiative vor allem um Marketing handelt, blieben nicht aus. Mit dem öffentlichen Bekenntnis ist aber zumindest ein gewisser Druck verbunden, sich langfristig in den vorgestellten Projekten zu engagieren. "Arbeit bietet den Menschen die Möglichkeit, aus eigener Kraft ein Leben in Deutschland aufzubauen", so Dr. Heinrich Hiesinger, Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp AG. In seinem Unternehmen seien mittlerweile rund 50 Flüchtlinge unter Vertrag oder hätten ihre Arbeit aufgenommen.

Hier geht es zum Internet-Auftritt der Initiative "Wir zusammen" (externer Link).

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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