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23.02.2016

IAB-Stellenerhebung: Persönliche Kontakte bevorzugt

Angesichts der Rekordhöhe aktueller Beschäftigungszahlen erfolgte jetzt die neue Stellenerhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit, kurz IAB. Sie gibt aktuelle Antworten auf Fragen nach den Strategien, mit denen Unternehmen heute neue Mitarbeiter rekrutieren, und nach der zeitlichen Dauer für die erfolgreiche Besetzung ausgeschriebener Stellen.

Als Ergebnis einer bundesweiten repräsentativen Befragung von Firmen informiert die IAB-Stellenerhebung umfassend über die Stellenangebote des deutschen Arbeitsmarktes sowie über die Art und Weise des Personal-Recruitings von Unternehmen. Diese nutzten 2015 beispielsweise am häufigsten die eigene Homepage, um Stellenangebote zu publizieren, neben Anzeigen in Printmedien und Internet-Jobbörsen sowie über persönliche bzw. innerbetriebliche Kontakte und in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Ein weiteres Ergebnis: Während nur jeder siebte Arbeitsplatz via Printmedien-Inserat oder die BA vermittelt wird, kommt ein Drittel der Beschäftigungsverhältnisse durch die Empfehlung eigener Mitarbeiter oder sonstige persönliche Kontakte zustande. Diese sind vor allem im Bereich der gering und durchschnittlich qualifizierten Bewerber ausschlaggebend, ebenso wie die Stellen, welche die BA vermittelt. Für die Einstellung von Akademikern hingegen besitzen Jobbörsen im Internet - außerhalb der BA-Online-Angebote - die höchste Relevanz.

Auch die Dauer der Personalsuche hängt in hohem Maße von den Qualifikations-Anforderungen ab - sie beträgt bei Akademikern durchschnittlich 107 Tage, während bei Ungelernten mit lediglich 53 Tagen knapp die Hälfte der Zeit benötigt wird. Insgesamt vergehen laut Erhebung deutschlandweit im Durchschnitt 85 Tage vom Anfang der Suche bis zum Zeitpunkt des Arbeitsbeginns. Dabei sind mittlerweile keine zeitlichen Unterschiede mehr zwischen Ost und West auszumachen, denn die in vergangenen Jahren ermittelte größere Zeitspanne in den neuen Bundesländern wird inzwischen auch im Westen der Republik erreicht.

An der aktuellen IAB-Stellenerhebung haben sich 2015 rund 13.000 Unternehmen beteiligt, deren Personalverantwortliche darlegen sollten, wie sie bei der Rekrutierung geeigneter Kandidaten für ihre Firma vorgehen. Seit 1989 werden im Rahmen dieser Erhebung Betriebe und Verwaltungsstellen in Westdeutschland und seit 1992 auch in Ostdeutschland befragt und die Resultate repräsentativ ausgewertet.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Dr. Frank Holger Walpuski.



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