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16.03.2016

Industrie 4.0: Deutsche Unternehmen sind optimistisch, aber zögerlich

Einer Studie der Beratung McKinsey zufolge sehen 92 Prozent der deutschen Unternehmen die Digitalisierung als Chance und nicht als Risiko. Nur wenige zögen jedoch bereits heute produktiven Nutzen aus Anwendungen wie Big Data-Analysen oder 3D-Druck. Die Hindernisse sind eher trivialer Natur.

Für die Studie wurden 300 Entscheider aus der Industrie in Deutschland, USA und Japan befragt. McKinsey-Partner Dominik Wee konstatiert angesichts der Ergebnisse: "Wir erleben eine gewisse Ernüchterung beim Thema Industrie 4.0." Dabei geht die Hälfte der befragten deutschen Unternehmen davon aus, die Wettbewerbsfähigkeit durch entsprechende Technologien steigern zu können. Durchschnittlich rechnen sie mit je zehn Prozent Kostenverbesserung und Umsatzwachstum.

Eine Industrie 4.0-Strategie oder zumindest einen Fahrplan konnte aber nur jedes fünfte befragte Unternehmen in der Bundesrepublik vorweisen. Auch sind die Verantwortlichkeiten erst bei einem Drittel der Betriebe klar geregelt. Wee zufolge sind es jedoch derzeit vor allem triviale Hindernisse, die der Umsetzung im Wege stehen.

Dazu zählt fehlende Koordinierung - in vielen Unternehmen sei nach wie vor Silodenken verbreitet. Zudem mangele es zahlreichen Betrieben an Mut zu Veränderungen. Hinzu kommen Schwierigkeiten bei der Rekrutierung entsprechend qualifizierter Mitarbeiter, Sicherheitsbedenken sowie eine vermeintlich fehlende Geschäftsgrundlage: Vielen Organisationen würden notwendige IT-Investitionen schwerfallen, wenn die möglichen Erlöse nicht zu beziffern sind. Um diese Barrieren zu überwinden, brauche es Wee zufolge "ein klares Bekenntnis der Vorstandsebene, das Thema Industrie 4.0 voranzutreiben".

Die Studie "Industry 4.0 after the initial hype" kann hier kostenfrei als PDF-Datei in englischer Sprache heruntergeladen werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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