Nachrichten

21.03.2016

Recruiting: 360-Grad-VR-Videos als Chance fürs Personalmarketing?

Noch sind sie weitgehend Zukunftsmusik, doch das könnte sich bald ändern: Einer Umfrage der Jobbörse Jobstairs zufolge werden 360-Grad-Virtual-Reality-Videos von vielen Personalentscheidern als nützliche und gewinnbringende Erweiterung im Recruiting gesehen. Vor allem die Produktion und die Technik stellen aber große Herausforderungen dar.

Noch sind entsprechende VR-Brillen für den Rundumblick ins Unternehmen wenig verbreitet. Aber immerhin hat die Hälfte der von Jobstairs befragten Partnerunternehmen schon solche Brillen getestet. Die Umsetzung und Verwendung wurden positiv beurteilt. 31 Prozent planen die Produktion und den Einsatz solcher Videos in der nahen Zukunft, ein befragtes Unternehmen hat sie im vergangenen Jahr bereits im Recruiting eingesetzt. Weitere 34,5 Prozent können sich das in der Zukunft zumindest vorstellen.

Gesteigerte Aufmerksamkeit durch neue Technologie

Die Videos sind ein Hingucker und derzeit zumindest noch etwas Besonderes. So gaben 60 Prozent der Befragten als größten Vorteil an, dass der Betrieb gesteigerte Aufmerksamkeit durch den Einsatz neuer Technologien erfährt. Pluspunkte sind darüber hinaus die Steigerung der Emotionalisierung und des Interesses sowie die Möglichkeit, einen authentischen Einblick in das Unternehmen und den zukünftigen Arbeitsplatz zu gewähren (jeweils 50 Prozent). 36,7 Prozent hoben zudem die Verbesserung der Candidate Experience hervor.

Allerdings steht die Entwicklung noch am Anfang, so ein weiteres Ergebnis der Umfrage. Die Distribution und Verwendung der "noch sehr speziellen Videos" schätzen 51,9 Prozent als große Herausforderung ein. Auch das Budget und die Rentabilität, die Planung und Konzeption sowie die Technik und Produktion sehen jeweils mehr als die Hälfte der Befragten als mögliches Hindernis an.

VR-Videos haben großes Potenzial für das Personalmarketing

"Wir haben in den vergangen Jahren bereits gute Erfahrungen mit unseren stellenbezogenen Recruiting-Videos gesammelt. 360-Grad-VR-Videos sind nun der nächste logische Schritt im Personalmarketing", sagt Professor Dr. Wolfgang Jäger, Sprecher der Jobbörse. Trotz der Hürden zeige die Befragung, dass die Videos ein großes Potenzial für das Personalmarketing besitzen: "Diesen Trend werden wir gemeinsam mit unseren Partnerunternehmen vorantreiben."

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


Top-Themen 

Junge Frau unterzeichnet Arbeitsvertrag

Bewerbungsprozess: Unternehmen müssen mit offenen Karten spielen

Der Arbeitgeber ist rechtlich verpflichtet, den Bewerber auf Umstände hinzuweisen, die von erheblicher Bedeutung für die Entscheidung zum Abschluss eines Arbeitsvertrages sein können. Verletzt er diese „Aufklärungspflicht“, hat das rechtliche Konsequenzen. Welche das sind, zeigt unser Beitrag.

mehr ...

   
Junge Mutter hält gähnendes Baby auf dem Arm

Neues Jahr, neue Regeln: Das ändert sich 2018

Mit dem Jahreswechsel stehen für Arbeitgeber wieder Neuerungen an. Wesentliche Änderungen für das Jahr 2018 finden Sie hier im Überblick. 

mehr...

   
Weihnachtsmütze liegt auf einem Stapel Geld

Arbeitgeber fordert Weihnachtsgeld zurück – darf er das?

Liegt eine belastbare Rechtsgrundlage vor, kann der Arbeitgeber das gezahlte Weihnachtsgeld vom Mitarbeiter zurückverlangen. In welchen Fällen eine Anspruchsgrundlage auf Rückzahlung vorliegt, zeigt unser Beitrag.

mehr...

   
 Zwei junge Frauen sitzen vor einem Laptop

Recruiting-Strategie: Mitarbeiterempfehlungsprogramm

Viele Personaler setzen bei der Suche nach Talenten auf das Prinzip "Mitarbeiter werben Mitarbeiter" – aus gutem Grund. Von diesem Empfehlungsmarketing profitiert nicht nur das Recruiting, sondern das Unternehmen als Ganzes.

mehr...

   
   
Darstellung von Bitcoins
Foto: © thodonal - Fotolia.com

Bitcoin auf der Lohnabrechnung – Spielerei oder massentauglich?

Nur Bares ist Wahres, heißt es. Bitcoin beweist das Gegenteil: Vor allem in der Finanz- und IT-Branche steht man dem Krypto-Geld positiv gegenüber, weil es unter anderem fälschungssicher und unabhängig von Banken oder dem Staat ist. Ob und wann es sich flächendeckend durchsetzt, ist offen. Löhne und Gehälter in Bitcoin auszuzahlen, ist derzeit aber noch riskant.

mehr...

   
Frau mit Telefonhörer in der HandFoto: © milanmarkovic78-Fotolia.com

"KAPOVAZ": Arbeit auf Abruf – nicht immer erlaubt!

KAPOVAZ steht für „Kapazitätsorientierte variable Arbeitszeit“. Dabei handelt es sich um eine aus den USA übernommene Sonderform der Teilzeitarbeit, der zufolge der Teilzeitbeschäftigte auf Abruf seines Arbeitgebers zur Verfügung stehen muss. Auf welche arbeitsrechtlichen Beschränkungen Arbeitgeber bei der Abrufarbeit in der Bundesrepublik achten müssen, zeigt dieser Beitrag.

mehr... 

   

Foto: © Alvin Harambai-Fotolia.com

Verhaltensbedingte Kündigung – vermeidbare Fehler!

Arbeitgeber können bei einer ordentlichen verhaltensbedingten Kündigung viel falsch machen. Das KSchG und eine Menge anderer Gesetze lassen ihnen zum Scheitern ein breites Betätigungsfeld. Die folgenden Kardinalfehler sollten sie aber unbedingt vermeiden. 
 

mehr...

   
 Chef wählt am Bildschirm Bewerber aus
Foto: © Soda Productions -Fotolia.com

Digitales Recruiting: Trendige Wege zum Wunschkandidaten

Der digitale Wandel birgt große Chancen für Personalverantwortliche, wenn sie für digitale Trends in der Kandidatensuche offen sind. Diese Trends sollten Sie kennen und nutzen. mehr...

   

 Mann betankt sein Auto

Foto: © Barem - Fotolia.com

Benefits für Vielfahrer: Bahncard, Tankgutschein oder Strom für's E-Auto?

Mit welchem Verkehrsmittel Arbeitnehmer zur Arbeit kommen, kann auch eine Frage des Anreizes sein. Nämlich, wenn Arbeitgeber beispielsweise Bahncard, Tankgutschein oder kostenfreies Aufladen von E-Fahrzeugen als Zusatzleistungen anbieten.  Wir stellen die Vor- und Nachteile der beliebtesten Fringe Benefits für Vielfahrer und Pendler vor. mehr...

   
   
 

Weitere Top-Themen