Nachrichten

02.02.2017

Berufliche Neuorientierung - Motive und Erwartungen

Die Anzahl der Arbeitnehmer, die sich im Laufe des vergangenen Jahres aktiv nach einem neuen Job umgesehen haben, ist im Vergleich zu 2015 deutlich gestiegen - zu diesem Ergebnis kommt die Orizon Arbeitsmarktstudie 2016. Bevölkerungsrepräsentativ zeigt die Online-Befragung unter anderem auch, was Jobsuchende vom künftigen Arbeitgeber erwarten.

Die Studie "Arbeitsmarkt - Perspektive der Arbeitnehmer" im Auftrag der Orizon GmbH wurde 2016 bereits zum fünften Mal durchgeführt. Teilgenommen haben deutschlandweit 2.067 Arbeitsuchende und Arbeitnehmer. Während diesmal 27 Prozent der Befragten ernsthaft an einer neuen Stelle interessiert waren, suchen andererseits Unternehmen bestimmter Branchen nach wie vor vergeblich nach genügend Bewerbern mit passender Qualifikation. Um für Interessenten attraktiv zu bleiben, sollten Arbeitgeber also wissen, worauf potentielle Mitarbeiter besonderen Wert legen.

Die Höhe des Gehalts spielt bei der Jobauswahl die größte Rolle

Mehr als je zuvor erweist sich laut Umfrage die Attraktivität eines Jobs abhängig von der Höhe des Gehalts, das für 71 Prozent der Studien-Teilnehmer am wichtigsten ist. Mit 70,9 Prozent Zustimmung fast gleich hoch bewertet wird allerdings ein gutes Betriebsklima, gefolgt von dem leicht abgesunkenen Verlangen nach Arbeitsplatzsicherheit. Angestiegen ist hingegen auch der Wunsch nach abwechslungsreicher Tätigkeit.

Bewerber halten auch gutes Aussehen für relevant bei der Jobvergabe

Befragt nach den Anforderungen seitens der Arbeitgeber, hält die Mehrheit von 63 Prozent der Jobsuchenden Motivation und Leistungsbereitschaft für wesentlich, ähnlich hoch eingeschätzt wird ein adäquater Umgang mit Kunden und Kollegen. Im Vergleich zu früheren Erhebungen ist die fachliche Qualifikation vom ersten auf den dritten Platz abgerutscht - sie halten nur noch 60 Prozent der Befragten für wichtig. Während die politische Einstellung eines Bewerbers mit lediglich 10 Prozent Zustimmung das Schlusslicht im Ranking bildet, sind unter den mehr als 2.000 Teilnehmern immerhin 15 Prozent der Meinung, gutes Aussehen sei durchaus relevant für die Jobvergabe.

Der Wunsch nach neuen Erfahrungen motiviert zur beruflichen Umorientierung

Was bringt Arbeitnehmer überhaupt dazu, nach einer neuen Stelle zu suchen? Laut aktueller Studie ist mittlerweile für 36 Prozent der Wunsch nach neuen Erfahrungen durch berufliche Umorientierung von entscheidender Bedeutung - ein Jahr zuvor hatten dies erst 22 Prozent der Teilnehmer als Grund angegeben.

Die repräsentative Arbeitsmarktstudie wurde 2016, im Auftrag des Personalunternehmens Orizon, von der Lünendonk GmbH durchgeführt - einem unabhängigen Marktforschungs- und Analyseunternehmen.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Dr. Frank Walpuski.


Top-Themen 

Junge Mutter hält gähnendes Baby auf dem Arm

Neues Jahr, neue Regeln: Das ändert sich 2018

Mit dem Jahreswechsel stehen für Arbeitgeber wieder Neuerungen an. Wesentliche Änderungen für das Jahr 2018 finden Sie hier im Überblick. 

mehr...

   
Weihnachtsmütze liegt auf einem Stapel Geld

Arbeitgeber fordert Weihnachtsgeld zurück – darf er das?

Liegt eine belastbare Rechtsgrundlage vor, kann der Arbeitgeber das gezahlte Weihnachtsgeld vom Mitarbeiter zurückverlangen. In welchen Fällen eine Anspruchsgrundlage auf Rückzahlung vorliegt, zeigt unser Beitrag.

mehr...

   
 Zwei junge Frauen sitzen vor einem Laptop

Recruiting-Strategie: Mitarbeiterempfehlungsprogramm

Viele Personaler setzen bei der Suche nach Talenten auf das Prinzip "Mitarbeiter werben Mitarbeiter" – aus gutem Grund. Von diesem Empfehlungsmarketing profitiert nicht nur das Recruiting, sondern das Unternehmen als Ganzes.

mehr...

   
   
Darstellung von Bitcoins
Foto: © thodonal - Fotolia.com

Bitcoin auf der Lohnabrechnung – Spielerei oder massentauglich?

Nur Bares ist Wahres, heißt es. Bitcoin beweist das Gegenteil: Vor allem in der Finanz- und IT-Branche steht man dem Krypto-Geld positiv gegenüber, weil es unter anderem fälschungssicher und unabhängig von Banken oder dem Staat ist. Ob und wann es sich flächendeckend durchsetzt, ist offen. Löhne und Gehälter in Bitcoin auszuzahlen, ist derzeit aber noch riskant.

mehr...

   
Frau mit Telefonhörer in der HandFoto: © milanmarkovic78-Fotolia.com

"KAPOVAZ": Arbeit auf Abruf – nicht immer erlaubt!

KAPOVAZ steht für „Kapazitätsorientierte variable Arbeitszeit“. Dabei handelt es sich um eine aus den USA übernommene Sonderform der Teilzeitarbeit, der zufolge der Teilzeitbeschäftigte auf Abruf seines Arbeitgebers zur Verfügung stehen muss. Auf welche arbeitsrechtlichen Beschränkungen Arbeitgeber bei der Abrufarbeit in der Bundesrepublik achten müssen, zeigt dieser Beitrag.

mehr... 

   

Foto: © Alvin Harambai-Fotolia.com

Verhaltensbedingte Kündigung – vermeidbare Fehler!

Arbeitgeber können bei einer ordentlichen verhaltensbedingten Kündigung viel falsch machen. Das KSchG und eine Menge anderer Gesetze lassen ihnen zum Scheitern ein breites Betätigungsfeld. Die folgenden Kardinalfehler sollten sie aber unbedingt vermeiden. 
 

mehr...

   
 Chef wählt am Bildschirm Bewerber aus
Foto: © Soda Productions -Fotolia.com

Digitales Recruiting: Trendige Wege zum Wunschkandidaten

Der digitale Wandel birgt große Chancen für Personalverantwortliche, wenn sie für digitale Trends in der Kandidatensuche offen sind. Diese Trends sollten Sie kennen und nutzen. mehr...

   

 Mann betankt sein Auto

Foto: © Barem - Fotolia.com

Benefits für Vielfahrer: Bahncard, Tankgutschein oder Strom für's E-Auto?

Mit welchem Verkehrsmittel Arbeitnehmer zur Arbeit kommen, kann auch eine Frage des Anreizes sein. Nämlich, wenn Arbeitgeber beispielsweise Bahncard, Tankgutschein oder kostenfreies Aufladen von E-Fahrzeugen als Zusatzleistungen anbieten.  Wir stellen die Vor- und Nachteile der beliebtesten Fringe Benefits für Vielfahrer und Pendler vor. mehr...

   
BAG-Urteil/©rcx-Fotolia.com
Foto: © Rex - Fotolia.com

BAG-Urteil zur versicherungsvertraglichen Lösung – die Folgen

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat am 19. Mai 2016 ein Urteil zur versicherungsvertraglichen Lösung gefällt und damit eine Jahrzehnte lange Praxis über den Haufen geworfen. mehr...

   
 

Weitere Top-Themen