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13.03.2017

Digitaler Lohnnachweis - Arbeitgeber sollten Stammdaten schnellstmöglich abgleichen

Der digitale Lohnnachweis ist aus technischer Sicht erfolgreich gestartet. Ersten Statistiken zufolge haben bisher etwa 50 Prozent der meldepflichtigen Unternehmen den Nachweis für 2016 auf elektronischem Wege eingereicht, berichtet die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV). Arbeitgeber, die noch nicht so weit sind, sollten den Stammdatenabgleich baldmöglichst durchführen.

"Unternehmen mit Beschäftigten müssen in diesem Jahr erstmals einen digitalen Lohnnachweis für das vergangene Jahr abgeben", klärt die DGUV auf. Nach einer zweijährigen Übergangsphase soll das neue Verfahren den bisher auf Papier oder via Extranet übermittelten Lohnnachweis vollständig ersetzen. Von 2019 an soll der Lohnnachweis nur noch digital erfolgen. Auf der Grundlage des Nachweises errechnet die Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse den Beitrag.

Bisher fehlende digitale Lohnnachweise wirken sich zwar noch nicht auf die Beitragsberechnung aus, "da die Unfallversicherung die Beiträge für 2016 auf Basis der Lohnnachweise berechnet, die per Papier oder Extranet übermittelt werden", berichtet Peter Libowski von der DGUV. Dennoch sei die Abgabe für 2016 bereits verpflichtend. Berufsgenossenschaften und Unfallkassen vergleichen die Daten aus beiden Verfahren miteinander, um gegebenenfalls noch vorhandene Fehler in den Programmen und Herausforderungen für die Anwender frühzeitig zu erkennen.

Auswertungen der Unfallversicherung zum Stichtag 16. Februar 2017 haben allerdings gezeigt, dass bislang viele Betriebe noch keinen Stammdatenabgleich für 2017 durchgeführt haben. "Der Stammdatenabgleich bildet die Grundlage für die Erstellung des digitalen Lohnnachweises im Folgejahr", heißt es bei der DGUV weiter.

Libowski empfiehlt den Arbeitgebern deshalb dringend, den Abgleich schnellstmöglich durchzuführen: "Ruft der Arbeitgeber die Stammdaten in seinem Entgeltabrechnungsprogramm zu einem späteren Zeitpunkt ab, kann sich das insbesondere bei Änderungen auf alle bis zu diesem Zeitpunkt erstellten Gehaltsabrechnungen auswirken." Am besten sei es, "wenn der Stammdatenabgleich künftig in den Personalabteilungen zu den Routineaufgaben am Jahresanfang hinzugefügt würde".

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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