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23.05.2017

Studienwahl: Lebensqualität wichtiger als Gehalt

Für die meisten Studenten stehen bei der Studienwahl persönliche Interessen und Begabungen im Vordergrund. Der künftige Job sollte dann vor allem eine sichere berufliche Zukunft bieten, die Verdienstaussichten sind zweitrangig. Das geht aus einer Umfrage des Personaldienstleisters univativ hervor.

Selbstverwirklichung steht hoch im Kurs: Von den 1023 befragten Studenten gaben 67 Prozent an, dass sie ihr Studienfach gewählt haben, weil es ihren individuellen Talenten entspricht und die Studieninhalte mit ihren persönlichen Interessen harmonieren. Ein sicherer Job und ein festes Einkommen waren für 58 Prozent ausschlaggebend. 54 Prozent könnten sich auch ein Arbeitsleben im Beamtenstatus gut vorstellen. 36 Prozent ließen sich bei der Studienwahl von den Aussichten auf ein hohes Einkommen leiten. 20 Prozent haben sich für ihr Fach entschieden, um danach etwas in der Welt zu bewegen.

Eltern haben nur wenig Einfluss

Die Eltern nehmen dagegen nur wenig Einfluss auf die Entscheidung. Lediglich zehn Prozent der Umfrageteilnehmer begründeten ihre Fachwahl damit, den Erwartungen von Vater und Mutter gerecht werden zu wollen. Nur sechs Prozent gaben des Weiteren an, später in die Fußstapfen ihrer Eltern treten zu wollen.

Die meisten Studenten wissen genau, wo die berufliche Reise hingeht

Was die weitere Zukunft betrifft, verfolgen 61 Prozent der Studenten ein konkretes Berufsziel. 34 Prozent kannten dies schon zu Beginn des Studiums, bei 27 Prozent kristallisierte es sich während des Studiums heraus. 32 Prozent sind noch unentschlossen, kennen aber zumindest ihre beruflichen Optionen. Sieben Prozent sind noch völlig planlos.

Gehalt spielt nicht die größte Rolle

"Die Studenten wünschen sich vor allem Sicherheit, auch finanziell", fasst Olaf Kempin von univativ zusammen. Nur die wenigsten erklärten das Gehalt zur obersten Priorität, die Lebensqualität sei für die meisten wichtiger. "Das Bedürfnis nach möglichst viel persönlicher Freiheit findet im Wunsch nach einer guten Work-Life-Balance und Flexibilität seinen Ausdruck", so Kempin weiter.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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