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08.06.2017

Comebacks: Fünf Strategien für einen erfolgreichen Turnaround

Die Boston Consulting Group (BCG) hat die zehn börsennotierten Unternehmen, denen in den vergangenen Jahren die eindrücklichsten Turnarounds gelungen sind, analysiert. Es gebe zwar keine Blaupause für Comebacks, doch existierten einige Hebel, auf die jedes Unternehmen in Schieflage angewiesen sei. Bewährt hat sich eine Kombination aus strategischer Neuausrichtung und einem Effizienzprogramm.

Wie es in der Studie Comeback Kids heißt, haben die Unternehmen Lanxess, Wacker Chemie, H&R, Heidelberger Druck, Osram Licht, Ströer, Siltronic, Mediclin, Rheinmetall und SGL Carbon Krisensituationen besonders erfolgreich gemeistert. Der erste Schritt sei die strategische Neuausrichtung des Unternehmens, erklärt Ralf Moldenhauer, Senior Partner bei BCG in Deutschland. Das Management passe das Portfolio an die neuen Anforderungen des Marktes an, trenne sich von margenarmen Bereichen oder kaufe neue Geschäftsbereiche hinzu. "Parallel laufende Effizienzprogramme senken die Kosten."

Negative Entwicklungen erfordern eine Neuausrichtung

Insgesamt wurden die Ergebnisse von 142 deutschen Aktiengesellschaften für die Geschäftsjahre 2010 bis 2015 betrachtet. Die zehn genannten Unternehmen seien mittlerweile auf stabilem Wachstumskurs. Sechs davon gelten als "klassische Rückkehrer", sie verlagerten ihren Investitionsfokus. Die anderen haben sich "gesundgeschrumpft". Die Beispiele zeigten, dass negative Entwicklungen eine Neuausrichtung des Unternehmens erforderten: "Wichtig ist, dass die Entscheider nicht in Schockstarre verharren, sondern sich trauen, die Positionierung und Strategie des Unternehmens kritisch zu hinterfragen und dann hart umzusteuern."

So gelingt der Turnaround

Die Studie hat fünf typische Strategien klassifiziert, mit denen Unternehmen der Turnaround gelungen ist. Dazu zählen eine organische Expansion des Kerngeschäfts durch Ausdehnung in neue Märkte oder neue Produkte, ein anorganisches Wachstum durch gezielten Zukauf sowie "Desinvestition" durch Veräußerung von Vermögen, Geschäftsbereichen oder Unternehmensteilen. Des Weiteren brachte die Fokussierung des Portfolios auf margenstarke Segmente und eine Effizienzoptimierung mithilfe von Kostensenkungsprogrammen viele Unternehmen wieder auf Kurs. In der Praxis werden diese Strategien häufig miteinander kombiniert.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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