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13.06.2017

Studie: HR-Manager verkennen oftmals den Ernst der Lage

Die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt macht Beschäftigte zunehmend selbstbewusster. Einer Studie der Beratung Mercer zufolge planen 22 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland, ihre aktuelle Stelle in den nächsten zwölf Monaten aufzugeben, obwohl sie eigentlich zufrieden sind. Das fehlende Vertrauen der Mitarbeiter in die Karriereplanung werde zudem von vielen HR-Leitern offenbar nicht erkannt.

Für die "Global Talent Trends Study" wurden 530 Datensätze von Managern, HR-Leitern und Mitarbeitern in Deutschland untersucht. 14 Prozent der Beschäftigten denken aufgrund mangelnder langfristiger Karrierechancen im Unternehmen über einen Jobwechsel nach. Weitere acht Prozent lockt die Aussicht auf bessere Optionen auf dem Arbeitsmarkt. Hinzu kommen fünf Prozent, die aufgrund von Unzufriedenheit innerhalb der nächsten sechs Monate kündigen wollen. Dagegen gaben 71 Prozent der befragten HR-Manager an, mit ihrem Talent Management-Prozess zufrieden zu sein.

Vorstellungen von Mitarbeitern und Managern klaffen weit auseinander

Auch bei anderen Themen klaffen die Vorstellungen von Mitarbeitern und Managern beziehungsweise HR-Leitern auseinander. So berichtete jeder vierte Mitarbeiter, dass er in der Vergangenheit um flexible Arbeitsbedingungen gebeten habe, ihm diese aber nicht gewährt wurden. 52 Prozent hatten Bedenken, dass sich Arbeit in Teilzeit oder im Home-Office negativ auf die Karrieremöglichkeiten auswirkt.

Manager sind nicht offen gegenüber neuartigen Anstellungsverhältnissen

Fast zwei Drittel der Vollzeitbeschäftigten seien an neuartigen Anstellungsverhältnissen auf Kontingent- oder Vertragsbasis interessiert, so ein weiteres Ergebnis der Studie. Bislang zeigten aber weder Business- noch HR-Manager eine entsprechende Offenheit. Sie sind der Meinung, dass die sogenannte "Gig Economy" in den nächsten zwei Jahren keinen großen Einfluss auf ihre Geschäftstätigkeit haben wird.

Nachholbedarf bei der Digitalisierung von HR-Aufgaben

Des Weiteren offenbarte die Studie Nachholbedarf bei der Digitalisierung von HR-Aufgaben. Während 61 Prozent der Manager glaubten, dass neue Technologien am Arbeitsplatz innerhalb der nächsten zwei Jahre den größten Einfluss auf die Organisation haben werden, stimmten dem nur 36 Prozent der HR-Experten zu. Darüber hinaus ist es Mitarbeitern nur in 28 Prozent der Unternehmen möglich, mehr als Standard-HR-Aufgaben wie etwa Urlaubsanträge digital abzuwickeln.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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