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14.12.2017

Studie: Der Bewerbungsprozess unter der Lupe

Wann bewirbt sich ein Kandidat auf eine Stellenanzeige, und was erwartet er in der Folge von den Personalabteilungen? Die Jobbörse Careerbuilder und die Macromedia Hochschule München haben nachgeforscht.

Für die Studie wurden insgesamt 1465 Kandidaten in Deutschland zwischen 18 und 65 Jahren befragt. Eine erste Auswertung hatte sich mit dem Thema Jobsuche befasst. Im zweiten Teil steht der Bewerbungsprozess im Mittelpunkt: Harte Fakten wie der Arbeitsort und das Gehalt haben für drei Viertel der Befragten Priorität bei der Entscheidung für oder gegen eine Bewerbung. Für jeweils etwa ein Viertel sind aber auch der Ruf des Unternehmens, seine Präsentation sowie Zusatzleistungen für Arbeitnehmer wichtig.

Lange Bewerbungsprozesse sind bei Kandidaten unbeliebt

"Die Bereitschaft, viel Zeit in eine Bewerbung zu investieren, wird auch heute von Personalverantwortlichen zum Teil noch als Qualitätsmerkmal interpretiert", heißt es bei Careerbuilder weiter. Das Problem sei jedoch, dass gerade erfahrene Kandidaten wissen, dass es mit modernen Bewerbermanagement-Systemen auch anders gehen kann. Knapp 60 Prozent der Kandidaten sind immerhin bereit, bis zu eine Stunde Arbeitszeit für den Bewerbungsprozess aufzubringen. Nur knapp 20 Prozent würden mehr als zwei Stunden investieren. Jeder Dritte würde bei einem erhöhten Zeitaufwand die Bewerbung abbrechen.

Bei Online-Bewerbungsprozessen auf den Zeitaufwand achten

Arbeitgeber, die Online-Bewerbungsportale nutzen, sollten die Anzahl der Eingabemasken und -felder auf ein Minimum begrenzen. 6,28 Prozent der Befragten sind nämlich nicht einmal bereit, sich mehr als 15 Minuten Zeit für ihre Bewerbung zu nehmen. In der Regel zählten aber gerade die vielversprechenden Kandidaten mit anderen Karriere-Optionen zu diesen 6,28 Prozent.

Bestätigungsmail ist für eine positive Bewertung des Bewerbungsablaufes wichtig

Bewerber, die kurzfristig eine Bestätigungsmail erhalten, bewerten den gesamten Bewerbungsprozess um bis zu zwanzig Prozentpunkte besser als Befragte, die eine solche Bestätigung erst später erhalten oder nie. Knapp die Hälfte der Kandidaten wartet jedoch vergeblich auf eine rasche Rückmeldung.

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse des zweiten Studienteils sind in einem kostenfreien E-Book zusammengefasst, das hier heruntergeladen werden kann.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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