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29.12.2017

Einstiegsgehälter: Ein Studium lohnt nicht immer

Zahlt sich ein Studium aus, oder können Beschäftigte nach einer Lehre mehr verdienen? Das Portal gehalt.de hat Gehaltsdaten (Bruttojahresgehälter inklusive Boni und Prämien) der vergangenen zwölf Monate analysiert, um eine Antwort auf diese Frage zu finden. Sie lautet: Es kommt darauf an. Die Einstiegsgehälter sind unter anderem abhängig von der Branche, der Region, der Funktion und dem Alter.

Am meisten verdienen Akademiker der Aufstellung zufolge als Fondsmanager. Sie stehen mit einem Einstiegsgehalt von durchschnittlich 64.830 Euro mit Abstand an der Spitze, gefolgt von Außendienst-Mitarbeitern (57.945 Euro) und Risk Managern (57.378 Euro). Auch (Key) Account Manager sowie Cash-Manager/Treasurer gehören mit mehr als 56.000 Euro zu den Top-Verdienern nach der Uni.

Manch ein Akademiker freue sich jedoch schon, die 30.000-Euro-Grenze zu erreichen, heißt es bei gehalt.de weiter. Der Auswertung zufolge beziehen akademische Berufseinsteiger an der Rezeption mit durchschnittlich 26.393 Euro das geringste Gehalt. Ähnliches gelte für Beschäftigte in Call Centern (27.050 Euro). Vermutlich sind dies Notlösungen für jene, die nach dem Studium nicht gleich einen Job finden. Logopäden erhalten mit 27.673 Euro im Schnitt kaum mehr Geld.

Erheblich mehr verdienen Berufseinsteiger nach einer Lehre im Key Account-Management - 49.532 Euro. Es folgen Beschäftigte in der Vertriebssteuerung (43.347 Euro). "Erfahrungsgemäß ergänzen sowohl Key Account- als auch Vertriebsmanager ihre Lehre durch diverse Weiterbildungen und nicht selten durch ein Bachelorstudium, um sich beruflich und in puncto Gehalt weiterzuentwickeln", wissen die Gehaltsexperten. Auf dem dritten Rang folgt das Aktiv- und Passivgeschäft im Bankenwesen (42.947 Euro).

Was die Flop-Gehälter nach der Ausbildung betrifft, liegt der Dienstleistungsbereich weit vorne - respektive hinten. Friseure verdienen mit durchschnittlich 20.132 Euro im Jahr am wenigsten, gefolgt von Zahnarzthelfern (22.260 Euro) und Fotografen (22.874 Euro).

Die Auswertung ist nicht repräsentativ: So lagen beispielsweise nicht aus allen Berufen genügend Daten von Beschäftigten vor, um die Einstiegsgehälter realistisch genug einschätzen zu können.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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