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02.03.2018

Führungskräfte sehen sich als Taktgeber - aber vernachlässigen die Digitalisierung

Die meisten Führungskräfte gehen selbstbewusst mit ihrer Rolle um: Die Mehrheit sieht sich als Vorbild und als Taktgeber für die Zusammenarbeit. In puncto Digitalisierung trifft das jedoch nur teilweise zu: Lediglich die Hälfte der Vorgesetzten ist selbst an der Entwicklung und Umsetzung einer Digitalisierungsstrategie beteiligt. Das geht aus einer Studie von Stepstone und Kienbaum hervor.

Bei der Befragung von 3.500 Führungskräften wurde unter anderem untersucht, wie sich Chefs in Deutschland selbst wahrnehmen. So gehen sieben von zehn Befragten davon aus, dass ihre Mitarbeiter sie als Symbol für Erfolg und Leistung ansehen. Ebenso viele Führungskräfte gaben an, dass sie eine Zukunftsvision haben, die die Mitarbeiter anspornt. "Nicht immer scheint diese Vision jedoch mit dem dominanten Zukunftsthema ,Digitalisierung' zu tun zu haben", merkt Stepstone angesichts der Studienergebnisse an.

Kommunikationn zwischen Chefs und Mitarbeitern könnte besser laufen

Das Vertrauen der Chefs in ihre Teams ist insgesamt groß, so ein weiteres Ergebnis der Studie. Dass sich die Mitarbeiter eigenverantwortlich organisieren können, trauen ihnen 64 Prozent der Vorgesetzten zu. Dagegen hält es nur jeder zehnte Chef für nötig, ein Team sehr eng anzuleiten, damit Aufgaben tatsächlich bewältigt werden. In der Kommunikation von Benefits und positiven Botschaften ist aber noch Luft nach oben. Nur 43 Prozent informieren ihre Mitarbeiter darüber, was sie erhalten werden, wenn sie die Anforderungen des Arbeitgebers erfüllen.

Insgesamt kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass es (derzeit noch) eine Diskrepanz zwischen dem Selbstverständnis der Führungskräfte und der von den Mitarbeitern erlebten Realität von Führung im Arbeitsalltag gibt. So gaben ebenfalls befragte Fachkräfte unter anderem an, dass sie keinen entscheidenden Einfluss bei der Formulierung von Zielvorgaben haben. 27 Prozent waren noch nicht einmal die übergeordneten Ziele ihres Unternehmens bekannt.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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