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21.03.2018

Studie: Unternehmen geben sich eine 4+ im Employer Branding

Zum 16. Mal hat die Jobbörse Monster und das Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Bamberg und Erlangen-Nürnberg Trends im deutschen Recruiting beleuchtet. Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass Active Sourcing eine immer größere Rolle spielt - und die Digitalisierung der Personalgewinnung bei den Kandidaten schon weiter ist als in den Unternehmen.

Insgesamt flossen in die Studienreihe Angaben von weit mehr als 100 Unternehmen und über 2.800 Kandidaten ein. Besonderes Augenmerk wurde auf die Themenbereiche Social Recruiting und Active Sourcing, Digitalisierung der Personalgewinnung, Employer Branding und Personalmarketing sowie Mobile Recruiting gelegt.

Top-Kanäle für das Recruiting sind für die Unternehmen die eigene Webseite sowie Internet-Jobbörsen. Bei den Bewerbern liegen dagegen die Stellenbörsen vor Karrierenetzwerken vorne. Die Karriereseiten der Unternehmen teilen sich mit den Suchmaschinen den dritten Platz. Jede zehnte Stelle wird aber bereits über Active Sourcing besetzt. Das scheint den Bewerbern buchstäblich entgegenzukommen: 59,1 Prozent von ihnen wollen angesprochen werden.

Die Digitalisierung der Personalgewinnung hat sich etabliert, so ein weiteres Ergebnis. Die Mehrheit auf beiden Seiten sieht darin Vorteile, wenngleich die Unternehmen in der Umsetzung noch "etwas zögerlich" bleiben: So nutzen 45,4 Prozent der Kandidaten beispielsweise Job-Recommender-Systeme, bei den Unternehmen ist es nur jedes zehnte.

Beim Employer Branding sehen die Unternehmen indes noch mehr Nachholbedarf. Die Durchschnittsnote, die sich die Unternehmen für ihre Leistungen in diesem Bereich geben, liegt nur bei 4+. Die Eigeneinschätzung decke sich dabei häufig mit der Einschätzung der Kandidaten in Arbeitgeberrankings.

Einen Aufschwung erlebte das Mobile Recruiting: Mittlerweile haben 55,3 Prozent der Kandidaten alle für eine Bewerbung notwendigen Daten auf ihrem Endgerät. Das entspricht einer Steigerung von 15 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Etwa die Hälfte der befragten Unternehmen bietet die Möglichkeit einer mobilen Bewerbung. Als Hemmschuhe werden häufig der hohe technische Aufwand, zusätzliche Kosten sowie unterschiedliche Standards genannt.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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