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16.05.2018

Brexit: Briten favorisieren bei Jobwechsel Berlin, München und Hamburg

Als Deutschlands Finanzmetropole macht sich Frankfurt einige Hoffnungen, vom EU-Austritt Großbritanniens zu profitieren. Tatsächlich zählt die Bundesrepublik zu den beliebtesten Zielländern britischer Arbeitnehmer. Doch an der Spitze der meistgefragten deutschen Städte liegen Berlin, München und Hamburg, wie eine Analyse der Suchanfragen der Jobbörse Indeed elf Monate vor dem Brexit zeigt.

Die Zahl britischer Arbeitnehmer, die einen Jobwechsel in die EU planen, hat derzeit den höchsten Stand seit kurz nach der Abstimmung im Juni 2016 erreicht. "Während die Spitzenwerte direkt nach dem Referendum schnell wieder sanken, weist der stete Anstieg in den Jahren 2017 und 2018 auf einen bedeutsamen, anhaltenden Trend hin", sagt Annina Hering, Economist bei Indeed.

Nach den Suchanfragen ist Irland mit 21,4 Prozent beliebtestes Zielland, gefolgt von Frankreich (17,5 Prozent) und Spanien (12,8 Prozent), wo es bereits eine große britische Gemeinde gibt. Deutschland liegt mit 11,7 Prozent auf dem vierten Rang, Italien mit 8,2 Prozent auf dem fünften Platz.

Briten, die im ersten Quartal 2018 nach einem Job in einer bestimmten deutschen Stadt gesucht haben, wählten vor allem Berlin (18,7 Prozent), München (8,4 Prozent) und Hamburg (5,8 Prozent). Frankfurt und Köln kamen nur auf 5,6 beziehungsweise 3,9 Prozent.

Eine weiter gefasste Studie des Indeed Hiring Labs kommt zu dem Schluss, dass der Austritt Großbritanniens aus der EU möglicherweise Auswirkungen auf die internationale Migration haben könnte und Großbritannien "buchstäblich als weiter entfernt" eingestuft wird. Die genauen Auswirkungen auf den britischen Arbeitsmarkt werden den Experten zufolge davon abhängen, auf welche Art von Brexit sich die Protagonisten einigen.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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