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23.05.2018

Viele Start-ups haben Probleme bei der Stellenbesetzung

Fachkräftemangel - damit haben auch Start-ups zu kämpfen. Wie eine Bitkom-Umfrage unter 302 Jungunternehmen zeigt, haben 56 Prozent von ihnen bereits eine Stelle nicht besetzen können, weil sich keine geeigneten Kandidaten finden ließen. Helfen könnte die Rekrutierung von Mitarbeitern aus dem außereuropäischen Ausland, doch ist der bürokratische Aufwand für Start-ups kaum zu stemmen.

Die Neugründungen hierzulande beschäftigen im Schnitt 16 Mitarbeiter, berichtet der Digitalverband. Mit 73 Prozent will die große Mehrheit im laufenden Jahr zusätzliche Stellen schaffen, lediglich ein Prozent der Befragten rechnet mit einem Stellenabbau. Aktuell suchen sechs von zehn Start-ups neue Mitarbeiter, in jedem zweiten Betrieb sind eine bis fünf Positionen vakant.

Sie zu besetzen, könnte aber schwierig werden: "In Deutschland fehlen aktuell rund 55.000 IT-Spezialisten", berichtet Bitkom-Präsident Achim Berg. Im Wettbewerb um die Informatiker oder Ingenieure könnten Start-ups meist nicht die Gehälter zahlen, die etablierte Unternehmen anbieten. Daher müssten sie Bewerbern ein attraktives Gesamtpaket anbieten und sich möglichst auch international um geeignete Mitarbeiter bemühen.

Hierin liegt die nächste Schwierigkeit, da die Rekrutierung von Mitarbeitern aus Ländern außerhalb der EU mit hohem bürokratischem Aufwand verbunden sei. Kein Wunder also, dass 72 Prozent der Befragten der Meinung sind, dass ein Fachkräfteeinwanderungsgesetz für ihr eigenes Start-up hilfreich wäre. Berg sieht die große Koalition diesbezüglich in der Pflicht, da sie ein solches Gesetz im Koalitionsvertrag versprochen hätte.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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