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04.07.2018

Führungskultur gut, Kommunikation noch verbesserungswürdig

Im Großen und Ganzen fällt das Urteil von Führungskräften über das eigene Unternehmen und seine Mitarbeiter gut aus. Humanismus, Selbstbestimmung und Universalismus sind für die meisten von ihnen wesentlich wichtigere Werte als Konformität, Stimulanz und Macht. Bei der Kommunikation der Wertekultur gehen die Meinungen zwischen den Führungsebenen aber mitunter stark auseinander.

Das sind einige Kernergebnisse des aktuellen Management Reports des Hernstein-Instituts für Management und Leadership. Basis ist die Befragung von 1.006 Führungskräften und Unternehmern in Deutschland sowie 510 in Österreich. Im Mittelpunkt der Befragung stand die Führungs- und Wertekultur.

Eine gute Nachricht ist, dass 88 Prozent Freude an ihrer Rolle als Führungskraft haben. 80 Prozent bezeichnen das eigene Unternehmen des Weiteren als sehr guten Arbeitgeber, und 81 Prozent sind stolz auf das, was sie gemeinsam mit den Kollegen im Unternehmen leisten. Vergleicht man die Werte mit Ergebnissen der Vorjahre, zeigt sich, dass die Zufriedenheit von Führungskräften stabil ist - mit leichter Tendenz nach oben. Für 41 Prozent macht der Job am meisten Spaß, wenn sie Zufriedenheit und Motivation im eigenen Team spüren. Jeweils knapp 30 Prozent gaben als primären negativen Aspekt ihrer Führungsrolle den Umgang mit herausfordernden Teammitgliedern und bürokratische Pflichten an.

Was die Wertekultur im Unternehmen betrifft, gehen die Meinungen allerdings etwas auseinander. So glauben etwa 77 Prozent der oberen Führungskräfte, dass die Kommunikation der Unternehmenswerte ausreichend ist. Im unteren Management waren nur 66 Prozent dieser Meinung. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Kommunikation der Führungswerte. 83 Prozent des Top-Managements, aber nur 65 Prozent der unteren Ebene hielten sie für ausreichend.

Das Selbstbild der Führungskräfte ist vor allem von den Werten Humanismus, Selbstbestimmung und Universalismus geprägt, so ein weiteres Ergebnis der Studie. Mit ihnen konnten sich jeweils deutlich mehr als zwei Drittel der Befragten identifizieren. Konformität (38 Prozent), Macht (34 Prozent) und Stimulanz (30 Prozent) fanden dagegen die geringste Zustimmung.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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