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19.09.2018

Führungskräfte zeigen sich (noch) wenig verspielt

Gamification und Playful Business ist für die große Mehrheit der Führungskräfte ein Buch mit sieben Siegeln. Das geht aus einem Management Report des Hernstein Instituts für Management und Leadership hervor. Weniger als zehn Prozent der mehr als 1.500 Befragten aus Deutschland und Österreich verbinden mit den Begriffen eine konkrete Vorstellung. Auch in der Anwendung überwiegt die Skepsis.

So gaben 41 Prozent an, dass Gamification für sie nicht in die derzeitige Unternehmenskultur passt. Unter dem Konzept versteht man die Anwendung von spieletypischen Elementen in spielfremden Kontexten. Ähnlich kritisch wird Playful Business gesehen, heißt es in dem Report weiter. Es beschreibt gemeinhin eine Managementmethode, die ein offenes Herangehen an Themen und eine spielerische Denkweise in den Mittelpunkt stellt.

Dennoch fänden diese Themen im Alltagsgeschäft bereits Anwendung, sagt Michaela Kreitmayer, Leiterin des Hernstein Instituts. Für die Mitarbeiterentwicklung sei es aber wichtig zu berücksichtigen, dass es eher rationale und eher emotionale Menschen gibt: "Da braucht es unterschiedliche Herangehensweisen, um jede und jeden zu gewinnen. Andernfalls entstehen vermeidbare Reibungsverluste."

69 Prozent der befragten Unternehmen nutzten kein einziges Gamification-Instrument wie etwa Challenges, Recruiting-Games für Auszubildende oder entsprechend gestaltete E-Learning-Tools. Lediglich ein kleiner einstelliger Prozentsatz setzte mehrere solcher Elemente umfassend ein. Etwas wagemutiger zeigten sich die Führungskräfte in puncto Playful Business. Jeweils rund 20 Prozent gaben beispielsweise an, manchmal humorvolle Mitarbeiteraktionen und kreative Freiräume zu fördern oder spielerische Gestaltungselemente wie Themenräume anzubieten.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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