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21.09.2018

Digitaler Wandel - Fach- und Führungskräfte vorbereiten

Eine aktuelle Studie der Universität Heidelberg hat rund 600 Personalverantwortliche und Geschäftsführer deutscher und ausländischer Unternehmen zur Notwendigkeit präventiver Maßnahmen und neuer Konzepte angesichts des digitalen Wandels befragt.

Fach- und Führungskräfte in Großunternehmen wie auch in kleinen und mittleren Betrieben sehen sich demnach aufgrund des digitalen Wandels mit neuen Anforderungen konfrontiert. So seien der Studie zufolge beispielsweise Lösungen in den Bereichen Gesundheitsmanagement und Human Resources gefragt.

"Digitalisierung und technologische Entwicklungen führen zu erheblichen qualitativen Veränderungen der Arbeit", erklären die Wissenschaftler. "Schneller Informationstransfer, Zeitdruck und Multitasking sind potenzielle Stressfaktoren am Arbeitsplatz." Dementsprechend gingen die Befragten auch mehrheitlich von zunehmenden psychischen Belastungen durch Digitalisierung am Arbeitsplatz aus. Gebraucht würden daher innerbetriebliche Maßnahmen zur Bewältigung von Stress sowie neue Konzepte für mehr Flexibilität in Hinblick auf Arbeitszeiten und Arbeitsort.

Außerdem sei nach Ansicht der meisten Studienteilnehmer eine Investition in die entsprechende Kompetenzentwicklung der Mitarbeiter erforderlich. Bei Fach- und Führungskräften kleiner und mittlerer Betriebe würde vermehrt auf die Ausbildung von Sozialkompetenzen geachtet, während Schulungs-Themen wie "virtuelle Zusammenarbeit" und "digitale Technologien" eher im Blickpunkt von Großunternehmen stünden. "Dies deckt sich mit unserem Befund, dass hier bereits mehr digitale Informations- und Kommunikationstechnologien eingesetzt werden, etwa Cloud Computing, Big-Data-Analysen oder Künstliche Intelligenz", so die wissenschaftliche Begründung.

Bei Firmen aus dem Ausland werde der Qualifizierungsbedarf insgesamt von den Personalverantwortlichen höher eingestuft als von den Befragten aus deutschen Unternehmen. Dieses Ergebnis sei laut Studie "mit einem generell hohen Niveau der deutschen Aus- und Weiterbildung" zu erklären. Länderübergreifend wäre aber allen Geschäftsführern und Personalern die betriebliche Gesundheitsförderung ein gleichermaßen wichtiges Anliegen, für das vor allem das Interesse der Mitarbeiter gewonnen werden müsse. "Hier sollten Unternehmen ansetzen und Strategien entwickeln, um bereits bestehende Präventionsangebote besser zu kommunizieren und die Belegschaft zur Teilnahme zu motivieren", empfehlen die Experten.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Dr. Frank Walpuski.


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