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08.10.2018

Starker Rückgang befristeter Stellenangebote

Vakante Stellen in Deutschland werden zunehmend unbefristet ausgeschrieben. Ist das geplante Arbeitsverhältnis doch zeitlich begrenzt, wird in der Stellenanzeige nur in den seltensten Fällen ein Sachgrund dafür angegeben. Das sind Kernergebnisse einer Analyse von Joblift. Das Unternehmen wertete insgesamt 15 Millionen Online-Stellenangebote der letzten 24 Monate aus.

Insgesamt entwickelte sich der Jobmarkt positiv: Im Vergleich zum Vorjahr kam es in den vergangenen zwölf Monaten zu einem Anstieg von rund einer Million ausgeschriebener Inserate, berichtet die Jobbörse. In diesem Zeitraum nahm auch die Anzahl unbefristeter Stellen um 24 Prozent zu, während bei den befristeten ein Rückgang von vier Prozent zu verzeichnen war. Besonders auffällig ist, dass die Anzahl befristeter Stellenangebote im zweiten Quartal 2018 im Vergleich zum ersten um rund ein Drittel sank. Im Februar 2018 hatten sich CDU, CSU und SPD auf Einschränkungen bei den Möglichkeiten der sachgrundlosen Befristung geeinigt.

In den vergangenen beiden Jahren waren 77 Prozent der Stellen unbefristet und nur 12 Prozent befristet ausgeschrieben. Die restlichen richteten sich an Praktikanten, Auszubildende und nicht festangestellte Mitarbeiter. Auch die Branchensituation kann dabei eine Rolle spielen: So waren ganze 94 Prozent der Ausschreibungen in der IT unbefristet. In den meistdiskutierten Branchen mit einem hohen Bedarf an Fachkräften, nämlich im Handwerk, Gesundheitswesen und Bildungssektor, lasse sich dies jedoch nicht beobachten, heißt es bei Joblift. Im Gegenteil: Hier wurden sogar überdurchschnittlich viele Stellen befristet ausgeschrieben.

Bei den befristeten Jobangeboten wurde nur in zwei Prozent der Fälle - rund 42.000 von etwa zwei Millionen - explizit ein Grund dafür angegeben, so ein weiteres Ergebnis der Analyse. Die Elternzeitvertretung war mit 41.200 Nennungen der mit Abstand meistgenannte Sachgrund, gefolgt von einer projektbezogenen Befristung (350) und einem Vertretungsfall (227).

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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