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20.11.2018

Führungsstile werden weitergereicht - auch schlechte

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, sagt der Volksmund. Eine Studie von Stepstone und Kienbaum zeigt nun, dass das auch für Führungskräfte gilt: Sie führen oftmals in dem Stil, in dem auch ihre eigenen Vorgesetzten führen. Das gilt leider auch für negative Angewohnheiten. Die Autoren empfehlen daher, den eigenen Führungsstil kritisch zu hinterfragen und Feedback von Mitarbeitern einzuholen.

Für die Studie wurden insgesamt 13.500 Fach- und Führungskräfte befragt. In ihrem Verhalten orientieren sich Chefs demnach in der Regel sehr an ihren eigenen Vorgesetzten. Es bestehe eine "signifikante und positive" Korrelation zwischen dem, was die Führungskraft vorgelebt hat und dem, was sie schließlich selbst ihren eigenen Mitarbeiter vorlebt.

Insgesamt wurden sieben verschiedene Führungsstile genauer unter die Lupe genommen. Besonders aufgefallen ist dabei der Laissez-faire-Führungsstil: 27 Prozent aller befragten Fachkräfte attestierten ihren Vorgesetzten genau diesen. Erhalte ein Chef von seinem Vorgesetzten aber weder Vorgaben noch Feedback, gebe dieser Chef auch seinen Mitarbeitern keine Rückmeldungen und Ziele vor. Darin sieht Stepstone-Geschäftsführer Dr. Sebastian Dettmers ein Problem: "Weil Führungskräfte in ihrem Führungsstil ihren Chefs nacheifern, findet auch schlechte Führung schnell Nachahmer." Gerade das Top-Management sollte sich daher seinen Führungsstil bewusst machen.

Auch bei einem durch lautes und aggressives Verhalten gekennzeichnetem Führungsstil wurde eine starke Korrelation festgestellt: Wer einen unberechenbaren, unüberlegten und impulsiven Chef hat, handelt als Vorgesetzter häufig selbst ebenso. Es empfehle sich daher, seinen Führungsstil ständig zu analysieren und zu hinterfragen. Das funktioniere am besten durch regelmäßiges Feedback - "sowohl vom Vorgesetzten als auch von den eigenen Mitarbeitern", sagt Dr. Walter Jochmann, Geschäftsführer von Kienbaum.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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