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04.12.2018

Jobtickets vom Arbeitgeber sind ab 2019 steuerfrei

Von 2019 an gilt wieder, was zwischen 1994 und 2004 schon einmal galt: Das Job-Ticket wird steuerfrei. Der Bundesrat stimmte am 23. November einer Gesetzesänderung zu, mit der steuerliche Anreize für die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) geschaffen werden sollen. Wie die Vereinigte Lohnsteuerhilfe (VLH) berichtet, gilt dies auch für Arbeitgeberzuschüsse zum ÖPNV und ähnliche Angebote.

Bisher galten Leistungen, mit denen Unternehmen ihre Mitarbeiter beim Pendeln mit Bus und Bahn unterstützten, als geldwerte Vorteile. Somit waren sie grundsätzlich steuer- und sozialabgabenpflichtig, erklären die Steuerexperten. Von 2019 gilt eine Steuerbefreiung, wenn der Arbeitgeber die vom Arbeitnehmer gekauften Fahrkarten für Bus und Bahn bezuschusst, oder wenn er den Beschäftigten Jobtickets oder Ähnliches als Sachleistung verbilligt oder unentgeltlich zur Verfügung stellt.

Allerdings sind dabei einige Voraussetzungen zu beachten, hebt der VLH hervor. So sind die Leistungen nur dann steuerfrei, wenn sie zusätzlich zum geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden. Bei einer Entgeltumwandlung greife die Befreiung nicht. Zudem sollen die steuerfreien Leistungen künftig auf die Entfernungspauschale angerechnet werden, um eine Überbegünstigung gegenüber jenen, die die Aufwendungen selbst bezahlen, zu verhindern. "Dieser Punkt ist allerdings umstritten, sodass es diesbezüglich eventuell zu Änderungen kommen könnte", heißt es beim VLH weiter. Darüber hinaus sei zu beachten, dass die Arbeitgeberbegünstigungen von Taxifahrten oder Flügen nicht steuerfrei sind. Fährt der Arbeitnehmer aber privat mit dem Jobticket, bleibt dieses weiterhin steuerfrei.

Für die betroffenen Arbeitnehmer bedeute die neue Gesetzeslage eine Verbesserung, so der VLH: Bisher galt nämlich, dass Leistungen, die der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer für die Fahrten mit Bus und Bahn zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte gewährte, grundsätzlich wie steuer- und sozialabgabenpflichtiger Arbeitslohn behandelt wurden. Das Jobticket war nur dann steuerfrei, wenn die monatliche Freigrenze für vom Arbeitgeber gewährte Sachbezüge von 44 Euro nicht überschritten wurde. Wenn doch, war der gesamte Sachbezug steuerpflichtig.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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