Nachrichten

14.12.2018

Meinungsreport: Alltag und Vorstellungen junger Führungskräfte

Arbeitsalltag und Vorstellungswelt von Führungskräften der sogenannten "Millennials"-Generation, Jahrgang 1980 bis 1995, untersucht der aktuelle "Hernstein Management Report". Gefragt war dabei auch die Meinung älterer Kollegen aus der Führungsebene deutscher und österreichischer Unternehmen.

Mehr als die Hälfte (56 Prozent) der über 1.500 Befragten sind laut Studie der Meinung, dass Einstellungen, Werte und Prioritäten der betreffenden jungen Generation sich klar von denen älterer Kollegen unterscheiden. Allerdings sehen im Gegensatz dazu auch 50 Prozent der Studienteilnehmer nur wenige Unterschiede - und stattdessen eine eher übertriebene Diskussion.

Tatsächlich sind der Erhebung zufolge gerade die drei wichtigsten Kriterien im Berufsleben bei Millennials und Nicht-Millennials sehr ähnlich: Ganz oben bei den Jüngeren steht mit 53 Prozent die attraktive finanzielle Vergütung, gefolgt von den Freiräumen mit 44 Prozent und einem sicheren Arbeitsplatz, den sich 37 Prozent wünschen. Auffällig sei, dass jüngere Befragte ihre persönlichen "Top-3-Faktoren" teilweise nicht unbedingt als maßgeblich für gleichaltrige Kollegen ansehen würden.

Einigkeit herrsche indes bei der überwiegend positiven Einschätzung der eigenen beruflichen Situation: 82 Prozent der befragten Millennials arbeiten demnach gerne in ihrem Unternehmen, 77 Prozent zeigten sich sehr zufrieden mit ihrem Arbeitsplatz und 73 Prozent würden auch in den nächsten fünf Jahren dem Betrieb treu bleiben. Immerhin passten dessen Werte für 71 Prozent der jüngeren Führungskräfte mit jeweils eigenen Vorstellung en und Prioritäten überein - so könnten 70 Prozent ihr Unternehmen weiterempfehlen. Fast zwei Drittel (64 Prozent) fühlen sich zudem bei der gelungenen Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben durch den Arbeitgeber unterstützt. Generell nutzten die Jüngeren häufiger entsprechende Angebote ihrer Firmen, ebenso wie die Möglichkeit von Teilzeitarbeit.

Die Bilanz der Studienmacher: "Der Report zeigt auf, dass in manchen Aspekten sehr wohl Unterschiede zwischen der Generation der Millennials und ihren Vorgängern bestehen", so eine Expertin des "Hernstein Institut für Management und Leadership" . "Allerdings sind die Unterschiede weniger ausgeprägt als weithin angenommen. So denken und arbeiten Millennials sehr ähnlich wie die Generationen vor ihnen - beispielsweise in Bezug auf die Wechselbereitschaft oder die Top-3-Faktoren, die ihnen bei der Arbeit wichtig sind."

Dieser Beitrag wurde erstellt von Dr. Frank Walpuski.


Top-Themen

Arbeitsrecht

Aus- und Fortbildungskosten: Was darf der Arbeitgeber zurückfordern?


Foto: © Zerbor - Fotolia.com
Arbeitgeber benötigen qualifizierte Mitarbeiter. Diese zu finden ist nicht immer leicht. Das bringt Unternehmen dazu, Aus- und Fortbildung selbst in die Hand zu nehmen – und damit gehen sie ein teures Wagnis ein.

mehr...
 
Personalbeschaffung

Active Sourcing als Recruiting-Instrument


Foto: © Africa Studio - Fotolia.com

Recruiting-Strategien gibt es viele. Stellenanzeigen in Jobbörsen oder auf der eigenen Homepage erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Doch auch Active Sourcing kann sich für Arbeitgeber als erfolgreiche Variante der Personalbeschaffung erweisen.

mehr...

 
Arbeitsrecht

Mitarbeitergespräche: Pflicht zur Teilnahme – aber nicht in jedem Fall!


Foto: © BartPhoto - Fotolia.com

Arbeitgeber haben das Weisungsrecht, Mitarbeitergespräche anzuordnen. Dieser Anordnung müssen Arbeitnehmer aber nicht immer Folge leisten. In welchen Fällen Arbeitgeber kein Gespräch verlangen dürfen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

mehr...

 
Digitalisierung

Big Data: Brauchen wir eine Rechenschaftspflicht für Algorithmen?


Foto: ©  kentoh - Fotolia.com

Entscheidungen, mitunter auch lebenswichtige, werden zunehmend mit Unterstützung von Algorithmen getroffen. Der rechtliche Regelungsrahmen hinkt ihrem tatsächlichen Einfluss bislang stark hinterher. Daher fordern nicht nur IT-Experten immer lauter, die Entwickler für ihre Software verantwortlich zu machen – etwa mit einer Rechenschaftspflicht für Algorithmen.

mehr...

Recruiting

Bewerbungsprozess: Unternehmen müssen mit offenen Karten spielen

Junge Frau unterschreibt Arbeitsvertrag
Foto: © nd3000 - Fotolia.com

Der Arbeitgeber ist rechtlich verpflichtet, den Bewerber auf Umstände hinzuweisen, die von erheblicher Bedeutung für die Entscheidung zum Abschluss eines Arbeitsvertrages sein können. Verletzt er diese „Aufklärungspflicht“, hat das rechtliche Konsequenzen. Welche das sind, zeigt unser Beitrag.

mehr...

 
Softwareprozesse

Digitale Transformation zu Ende gedacht


Foto: © kentoh - Fotolia.com

Wenn die Abläufe in einer Personalabteilung auf elektronischen Workflow umgestellt werden, kann es zu Schwierigkeiten kommen. Worauf Personalabteilungen bei der Suche nach Softwareunterstützung für ihre HR-Prozesse achten müssen.

mehr...

   
Empfehlungsmarketing

Recruitingstrategie: Mitarbeiterempfehlungsprogramm

Zwei junge Frauen sitzen vor einem Laptop
Foto: © Antonioguillem - Fotolia.com

Viele Personaler setzen bei der Suche nach Talenten auf das Prinzip "Mitarbeiter werben Mitarbeiter" – aus gutem Grund. Von diesem Empfehlungsmarketing profitiert nicht nur das Recruiting, sondern das Unternehmen als Ganzes.

mehr... 

 

Entgeltfortzahlungsgesetz

Arbeitsunfähig im Ausland: Regeln beachten, Konflikte vermeiden

Arzt sitzt Patient gegenüber
Foto: © Syda Productions - Fotolia.com
Wenn Beschäftigte im Ausland erkranken, schreibt ihnen das Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) besondereVerhaltensregeln vor. Halten sie sich nicht an diese gesetzlichen Vorgaben, kann der Arbeitgeber zum Beispiel die Lohnfortzahlung einstellen. So weit muss es nicht kommen, wenn beide Seiten die im Beitrag aufgeführten Regeln beachten. 

mehr... 

 

>Weitere Top-Themen