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07.01.2019

Berater: Arbeitgeber sollten Teilzeitarbeit mehr wertschätzen

Neues Jahr, neues Gesetz: Mit der Brückenteilzeit räumt die Bundesregierung Arbeitnehmern ein Recht auf Rückkehr in Vollzeit nach einer begrenzten Phase der Teilzeit ein. Damit liegt sie auf Wellenlänge vieler Fach- und Führungskräfte, wie die Beratung Robert Half berichtet: So können sich einer Umfrage zufolge 40 Prozent der Personalverantwortlichen eine Teilzeitbeschäftigung vorstellen.

Darüber hinaus gebe es Teilzeitbeschäftigte, die gerne auf eine Vollzeitstelle zurückkehren möchten. Das Brückenteilzeitgesetz biete für beide Situationen eine Lösung. Es ermögliche, dem Wunsch nach weniger Arbeitszeit zu entsprechen, ohne in die sogenannte Teilzeitfalle zu geraten. Ihre Entschärfung ist eines der Hauptziele des neuen Gesetzes, das am 1. Januar in Kraft trat.

Die Berater empfehlen Arbeitgebern, Teilzeitarbeit mehr wertzuschätzen und den Bedürfnissen ihrer Mitarbeiter noch stärker entgegenzukommen, wenn sie als attraktives Unternehmen gelten wollen. "Die Erwartungshaltung, dass ein erfolgreicher Manager rund um die Uhr erreichbar sein muss und ein Mitarbeiter nur dann produktiv ist, wenn er an fünf Tagen in der Woche jeweils acht Stunden arbeitet, ist nicht mehr zeitgemäß", findet Christian Umbs, Managing Director bei Robert Half.

Aber auch der Wunsch nach Rückkehr in Vollzeit kann viele Gründe haben. Das zeigt die Arbeitsmarktstudie 2018 der Beratung, für die 500 Personalverantwortliche befragt wurden. So wollten 59 Prozent der Teilzeitmitarbeiter wegen des höheren Gehalts wieder auf Vollzeit umsteigen. 41 Prozent führten Veränderungen der persönlichen Umstände an, während rund ein Viertel Überstunden reduzieren, bessere Karrierechancen oder mehr Zeit für Schulungen haben wollte.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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