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18.01.2019

Tarifliche Ausbildungsvergütungen 2018 wieder stärker angestiegen

Laut Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) betrug der Anstieg der tariflichen Ausbildungsvergütungen im vergangenen Jahr bundesweit 3,7 Prozent und übertrifft damit den Vergütungsanstieg von 2017 um 1,1 Prozentpunkte. Die jährliche BIBB-Auswertung tariflicher Ausbildungsvergütungen gibt es seit 1976.

Der Erhebung des BIBB zufolge lag die durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2018 bei monatlich 908 Euro brutto. Dabei sei die prozentuale Erhöhung in den neuen Bundesländern mit 3,9 Prozent höher ausgefallen als im Westen (3,6 Prozent), allerdings habe die Vergütungshöhe im Osten mit durchschnittlich 859 Euro pro Monat nur 94 Prozent des westdeutschen Betrages (913 Euro) erreicht, was prozentual dem Vorjahreswert entspreche.

Die gesamtdeutschen Durchschnittswerte errechnet das BIBB auf der Grundlage durchschnittlicher Vergütungen für 153 Berufe in Ostdeutschland und 181 Berufe in Westdeutschland - mit zusammen 89 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse.

In der Vergütungshöhe bestünden große Unterschiede, sowohl zwischen den Ausbildungsbereichen als auch zwischen einzelnen Ausbildungsberufen. So stehen laut Studie etwa dem gesamtdeutschen Spitzenwert des Handwerksberufes Maurer/-in mit durchschnittlich 1.159 Euro im Monat die 518 Euro gegenüber, die Schornsteinfeger(innen) in der Ausbildung verdienen. Während der Öffentliche Dienst einheitlich 999 Euro verbuchen könne, bringe es der Bereich Landwirtschaft auf bundesdurchschnittlich nur 767 Euro.

Ein starker Anstieg der Vergütung sei im Übrigen für Ausbildungsberufe zu verzeichnen, die ihre Ausbildungsplätze nicht besetzen konnten, beispielsweise im Bäckerhandwerk mit 6,4 Prozent oder bei Fachverkäufer(innen) im Lebensmittelhandwerk (rund 6 Prozent). Spitzenreiter sei hier der Zuwachs von 10,6 Prozent für angehende Köchinnen und Köche sowie Restaurantfachmänner und -frauen in den neuen Bundesländern.

Unter Berücksichtigung der gestiegenen Verbraucherpreise seien, so der Blick auf die langfristige Entwicklung, die Ausbildungsvergütungen in Westdeutschland zwischen 1976 und 2018 real um 87 Prozent angestiegen. Die BIBB-Auswertung für Ostdeutschland begann erst im Jahr 1992, und im Zeitraum bis 2018 haben demnach die tariflichen Ausbildungsvergütungen dort um real 65 Prozent zugenommen - gegenüber lediglich 30 Prozent in den alten Bundesländern.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Dr. Frank Walpuski.


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