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13.02.2019

Mobbing am Arbeitsplatz ist keine Seltenheit

Mehr als 60 Prozent der deutschen Arbeitnehmer haben schon einmal Mobbing am Arbeitsplatz erlebt. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Bürobedarf-Lieferanten Viking hervor. Während 24 Prozent davon berichteten, selbst betroffen gewesen zu sein, waren weitere 37 Prozent zumindest Zeugen einer solchen Handlung. Betroffene sollten das Problem ansprechen und sich Unterstützung suchen.

Von außen ist Mobbing laut Viking nur schwer zu erkennen, da Vorgesetzte und Personalverantwortliche meist genug mit ihrer eigenen Arbeit zu tun hätten. Darüber hinaus sei Mobbing oftmals ein Gruppenprozess, in dem der eigentliche Täter tatsächlich nur eine kleine Rolle spiele.

Es gibt jedoch signifikante Unterschiede innerhalb der Belegschaft. So ist das Risiko von Millennials, Opfer von Mobbing am Arbeitsplatz zu werden, der Umfrage zufolge doppelt so hoch wie bei den über 55-Jährigen. Zwischen den Geschlechtern herrschen dagegen weitgehend gleiche Verhältnisse: Jeweils rund ein Viertel gab an, bereits Mobbing am aktuellen Arbeitsplatz erlebt zu haben. Als Täter gaben sich fünf Prozent der Frauen und sechs Prozent der Männer zu erkennen.

Eine Schlüsselrolle beim Erkennen und Vermeiden von Mobbing spielen Führungskräfte. Jedoch hatten nur 27 Prozent von ihnen ein spezielles Training zum Thema erhalten. Lediglich eine von sechs Führungskräften hatte zudem starkes Vertrauen darin, Anzeichen von Mobbing in ihrem Unternehmen identifizieren zu können. Immerhin glaubten 53 Prozent der Personalverantwortlichen, dass sie verhindern könnten, dass Mobbing am Arbeitsplatz überhaupt erst auftritt.

Uwe Leest vom Bündnis gegen Cybermobbing empfiehlt unter anderem, sich Hilfe zu suchen - etwa, indem sich Betroffene direkt an Vorgesetzte oder Teamkollegen wenden. Auch der Personal- oder Betriebsrat, ein Arzt oder eine Beratungsstelle könnten eingeschaltet werden. Beschäftigte, die Mobbing beobachtet haben, sollten die Intrigen nicht unterstützen, sondern Partei für das Opfer ergreifen und betroffene Personen ansprechen, so Leest weiter. Sie sollten jedoch keine Schritte ohne das Einverständnis des Opfers einleiten.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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