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19.02.2019

Heimat ist für viele Fachkräfte wichtiger als der Job

Die meisten Fachkräfte mit Berufsausbildung legen großen Wert darauf, dass ihre Arbeitsstelle in der Nähe ihres Wohnortes liegt. Das fand meinestadt.de durch eine Befragung von rund 2.000 Menschen zwischen 25 und 65 Jahren heraus. Arbeitgeber sollten diese Erkenntnis nutzen und sich als attraktiver Arbeitgeber in der Region positionieren, empfiehlt das Stellenmarkt-Portal.

Die Mehrheit der befragten Fachkräfte schloss es kategorisch aus, die gewohnte Umgebung für einen Job zu verlassen. Die Heimatverbundenheit ist groß, aber was heißt das eigentlich? 61,2 Prozent verstanden unter Heimat einen Radius von unter 50 Kilometern von ihrem Geburtsort, wo auch Familie und Freunde wohnen. Danach muss sich auch der Job richten: Bei 86 Prozent der Befragten war der Arbeitsort nicht weiter als 30 Kilometer vom Wohnort entfernt.

Kaum verwunderlich ist deshalb, dass Fachkräfte der Studie zufolge auch meist regional nach Jobs suchen. 87,8 Prozent filtern die Angebote nach Stellen im Umkreis von unter 50 Kilometern, zwei Drittel davon suchen sogar innerhalb von 30 Kilometern. Mittel der Wahl sind dabei für 58,9 Prozent Online-Jobbörsen, aber auch regionale Tageszeitungen, Job-Apps, Suchmaschinen und Karriereseiten von Unternehmen werden häufig genutzt.

Die Verbundenheit zur eigenen Scholle ist so groß, dass nahezu jede zweite befragte Fachkraft Abstriche bei der Arbeit hinnehmen würde, um in der Heimat bleiben zu können. 40,1 Prozent schlossen einen Umzug wegen eines Jobs kategorisch aus, ein Viertel würde ihn nur in einem Umkreis von unter 30 Kilometern in Erwägung ziehen.

Um die besten Fachkräfte zu finden, müssten sich Unternehmen im Sinne des Employer Branding als attraktive Arbeitgeber in der Region positionieren, sagt Wolfgang Weber, Geschäftsführer von meinestadt.de. Im überregionalen Recruiting hätten vor allem die Unternehmen eine Chance, die "durch besondere Angebote das Ankommen in der neuen Umgebung erleichtern".

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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