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26.02.2019

KI statt Chef: Für manche eine erstrebenswerte Vision

Grundsätzlich stehen deutsche Berufstätige Künstlicher Intelligenz (KI) wohlwollend gegenüber. 30 Prozent erhoffen sich von ihr sogar, dass sie den eigenen Chef komplett ersetzt. Die eigenen Kollegen wollen dagegen nur die wenigsten gegen eine KI eintauschen. Das geht aus einer repräsentativen Befragung von 515 Erwerbstätigen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom hervor.

Insgesamt trauen zahlreiche Berufstätige der Technologie zu, ihren Arbeitsalltag zu verbessern. 44 Prozent hofften etwa, dass KI den eigenen Vorgesetzten künftig unterstützen wird. Als Beispiel werden automatische Analysen für schnellere und bessere Entscheidungen genannt. Manche Techniker erhalten heute schon Hinweise auf die wahrscheinlichste Fehlerursache, berichtet der Verband. Ärzte werden bereits bei der Auswertung von Röntgenbildern durch KI unterstützt.

Dass KI dem Chef oder den Mitarbeitern die Arbeit komplett abnimmt, wird in absehbarer Zeit aber nur selten der Fall sein, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg: "Wer hofft, seinen Chef auf diesem Weg loszuwerden, wird sich noch etwas gedulden müssen." KI werde zwar künftig auch Hilfe bei weitreichenden Managemententscheidungen geben, diese aber nicht selbsttätig treffen.

Lediglich 17 Prozent der befragten Erwerbstätigen konnten sich vorstellen, dass die eigenen Kollegen durch die Technologie ersetzt werden. Noch weniger, aber immerhin 13 Prozent, sähen der Befragung zufolge gerne sowohl ihren Chef als auch einen oder mehrere Kollegen durch eine KI ausgetauscht.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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