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18.03.2019

Frauen sehen Arbeitswelt der Zukunft skeptischer entgegen als Männer

Eine knappe Mehrheit der Arbeitnehmer bewertet neue Trends der Arbeitswelt wie sich wandelnde Kundenbedürfnisse oder veränderte Ansprüche an die Arbeitgeber zwar positiv. Frauen fühlen sich jedoch deutlich schlechter auf die Zukunft der Arbeit vorbereitet als Männer. Ein Grund dafür ist laut der Beratung BCG, dass sie weniger Bezug zu Themen wie Automatisierung, Robotik und KI haben.

Insgesamt hat BCG für die Studie 1.000 Beschäftigte sowie 800 Managerinnen und Manager befragt. Während aber 53 Prozent der Arbeitnehmerinnen skeptisch waren, sich auf die neuen Arbeitstrends vorbereiten zu können, lag die Quote bei den männlichen Beschäftigten nur bei 40 Prozent. Noch deutlicher werden die Unterschiede bei der Beurteilung neuer Technologien. Während 60 Prozent der Männer von einer positiven Wirkung von Automatisierung und Co. ausgingen, erwarteten 58 Prozent der Frauen negative Folgen.

Weitgehend einig waren sich die Geschlechter in puncto Weiterbildungsbedarf. Jeweils mehr als 70 Prozent hielten es für wichtig, sich auf die Zukunft der Arbeit vorzubereiten. Die Befragten sahen sich überwiegend selbst in der Pflicht, während nur gut ein Viertel dabei Unterstützung vom Arbeitgeber erwartete. Trotzdem ist Judith Wallenstein von BCG überzeugt, dass es von Unternehmensseite Maßnahmen wie Trainings-, Mentoring- und Flexibilitätsangebote sowie Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen brauche.

Ein interessantes Ergebnis lieferte auch die Befragung der Managerinnen. Obwohl - oder gerade weil - sie in einer führenden Position angekommen sind, wünschten sich 62 Prozent von ihnen eine bessere Frauenförderung in ihrem Unternehmen. Unterstützung dafür fanden sie auch bei 57 Prozent der männlichen Führungskräfte.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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