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21.03.2019

Berufliches und Privates vermischen sich zunehmend

Nur noch bei jedem fünften Beschäftigten sind die Bereiche Arbeit und Freizeit klar voneinander getrennt. Die Grenzen verschwimmen in beide Richtungen, zeigt eine Studie des Forschungsinstituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) und des Karrierenetzwerks Xing. Viele gehen demnach in ihrer Freizeit Tätigkeiten nach, die eher ihrer Arbeitszeit zuzurechnen sind - und umgekehrt.

So gaben 63,7 Prozent der 1.859 befragten Arbeitnehmer zwischen 25 und 54 Jahren an, in ihrer Freizeit beispielsweise dienstliche E-Mails zu beantworten oder sich mit Fachliteratur zu beschäftigen. 40,8 Prozent verbringen damit sogar mehr als zwei Stunden pro Woche. 66,4 Prozent der Befragten gehen aber auch während ihrer Arbeitszeit mitunter nichtdienstlichen Aktivitäten nach. Dazu zählen etwa Online-Einkäufe oder das Lesen beziehungsweise Schreiben privater E-Mails. 36,4 Prozent verbringen mehr als zwei Stunden ihrer Arbeitszeit pro Woche mit privater Kommunikation.

Bei 44,6 Prozent hält sich beides etwa die Waage. 23,4 Prozent verlagern mehr Arbeit in die Freizeit als umgekehrt. Bei 32 Prozent nehmen die privaten Aktivitäten am Arbeitsplatz mehr Raum ein als die beruflichen Dinge während der Freizeit. Besonders stark verschwimmen die Grenzen bei den unter 35-Jährigen: Sie verbringen pro Woche 8,2 Stunden ihrer Freizeit mit beruflichen Tätigkeiten, aber auch 6,4 Stunden ihrer Arbeitszeit mit Privatem. Männliche Arbeitnehmer neigen des Weiteren vergleichsweise häufiger als Frauen dazu, Arbeit nach Dienstschluss zu erledigen. Auch private Aktivitäten am Arbeitsplätz sind bei Männern etwas weiter verbreitet.

Die Entwicklungen erschweren die Definition und die Erfassung von Überstunden, glaubt IZA-Leiter Hilmar Schneider: "In der digitalen Arbeitswelt geht der Trend zur Vertrauensarbeitszeit, aber auch zur Pauschalvergütung von Überstunden." Unternehmen und Mitarbeiter seien gefragt, mit der neu gewonnenen Flexibilität verantwortungsvoll umzugehen und bedarfsgerechte Lösungen zu finden, von denen beide Seiten profitieren.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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