Nachrichten

25.03.2019

Digitale Technologien setzen sich bei Wissensarbeitern nur langsam durch

"Schon mal gehört." So lässt sich der Wissensstand vieler Beschäftigter im Hinblick auf verschiedene digitale Technologien zusammenfassen, zeigt eine neue Studie. Die wenigsten von ihnen wenden sie aber tatsächlich auch schon beruflich an. Lediglich die Cloud sowie Big Data & Analytics scheinen bereits im Berufsalltag angekommen zu sein. Die Autoren sprechen von "gefährlichem Halbwissen".

Für die Analyse haben die Beratung Accenture Strategy, Xing und der Statistikdienst Statista rund 5.000 Berufstätige des Karrierenetzwerks zum Stand der Digitalisierung ihrer Arbeitswelt befragt. Gut die Hälfte von ihnen bewertete diesbezügliche Bemühungen ihres Arbeitgebers als positiv. Bei Start-up-Unternehmen fiel das Stimmungsbild mit 62 Prozent überdurchschnittlich positiv aus, während Mittelständler mit 48 Prozent mehr Nachholbedarf haben.

Was die Schlagworte der digitalen Arbeitswelt betrifft, stuften die Befragten in der Regel nur "Cloud" und "Big Data & Analytics" als relevant für ihre tägliche Arbeit ein. Als "bedingt relevant" wurden Künstliche Intelligenz (KI) und das Internet der Dinge eingeschätzt. Dagegen waren Anwendungen wie "Robotics", "Virtual & Augmented Reality", "Voice Control", "3D-Druck" und "Blockchain" für die meisten nach eigenem Ermessen nicht relevant. Die Autoren merken jedoch an, dass das Urteil für einzelne Berufsgruppen deutlich anders ausfallen kann.

"Die Ergebnisse zeigen, dass die Digitalisierung den Alltag vieler Wissensarbeiter noch gar nicht richtig berührt", kommentiert Dr. Moritz Hagenmüller von Accenture Strategy die Ergebnisse. Das sei zumindest bei den großen Themen Big Data und KI ein größeres Problem, denn Unternehmen und Mitarbeiter müssten sich gleichermaßen zukunftsfähig aufstellen.

Erstere beschränken sich der Studie zufolge noch mehrheitlich auf schnell umsetzbare Maßnahmen wie das Bereitstellen von mobiler Hardware. Immerhin rund die Hälfte der Befragten kommt bei ihrem Arbeitgeber in den Genuss von Ausstattung zum kreativen Arbeiten oder von agilen Teamstrukturen. Allerdings gaben nur 18 Prozent der befragten Teilnehmer an, dass sie Anerkennung bei der Anwendung neuer Technologien und digitaler Trends erhalten.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


Top-Themen

Arbeitsrecht

Aus- und Fortbildungskosten: Was darf der Arbeitgeber zurückfordern?


Foto: © Zerbor - Fotolia.com
Arbeitgeber benötigen qualifizierte Mitarbeiter. Diese zu finden ist nicht immer leicht. Das bringt Unternehmen dazu, Aus- und Fortbildung selbst in die Hand zu nehmen – und damit gehen sie ein teures Wagnis ein.

mehr...
 
Personalbeschaffung

Active Sourcing als Recruiting-Instrument


Foto: © Africa Studio - Fotolia.com

Recruiting-Strategien gibt es viele. Stellenanzeigen in Jobbörsen oder auf der eigenen Homepage erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Doch auch Active Sourcing kann sich für Arbeitgeber als erfolgreiche Variante der Personalbeschaffung erweisen.

mehr...

 
Arbeitsrecht

Mitarbeitergespräche: Pflicht zur Teilnahme – aber nicht in jedem Fall!


Foto: © BartPhoto - Fotolia.com

Arbeitgeber haben das Weisungsrecht, Mitarbeitergespräche anzuordnen. Dieser Anordnung müssen Arbeitnehmer aber nicht immer Folge leisten. In welchen Fällen Arbeitgeber kein Gespräch verlangen dürfen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

mehr...

 
Digitalisierung

Big Data: Brauchen wir eine Rechenschaftspflicht für Algorithmen?


Foto: ©  kentoh - Fotolia.com

Entscheidungen, mitunter auch lebenswichtige, werden zunehmend mit Unterstützung von Algorithmen getroffen. Der rechtliche Regelungsrahmen hinkt ihrem tatsächlichen Einfluss bislang stark hinterher. Daher fordern nicht nur IT-Experten immer lauter, die Entwickler für ihre Software verantwortlich zu machen – etwa mit einer Rechenschaftspflicht für Algorithmen.

mehr...

Recruiting

Bewerbungsprozess: Unternehmen müssen mit offenen Karten spielen

Junge Frau unterschreibt Arbeitsvertrag
Foto: © nd3000 - Fotolia.com

Der Arbeitgeber ist rechtlich verpflichtet, den Bewerber auf Umstände hinzuweisen, die von erheblicher Bedeutung für die Entscheidung zum Abschluss eines Arbeitsvertrages sein können. Verletzt er diese „Aufklärungspflicht“, hat das rechtliche Konsequenzen. Welche das sind, zeigt unser Beitrag.

mehr...

 
Softwareprozesse

Digitale Transformation zu Ende gedacht


Foto: © kentoh - Fotolia.com

Wenn die Abläufe in einer Personalabteilung auf elektronischen Workflow umgestellt werden, kann es zu Schwierigkeiten kommen. Worauf Personalabteilungen bei der Suche nach Softwareunterstützung für ihre HR-Prozesse achten müssen.

mehr...

   
Empfehlungsmarketing

Recruitingstrategie: Mitarbeiterempfehlungsprogramm

Zwei junge Frauen sitzen vor einem Laptop
Foto: © Antonioguillem - Fotolia.com

Viele Personaler setzen bei der Suche nach Talenten auf das Prinzip "Mitarbeiter werben Mitarbeiter" – aus gutem Grund. Von diesem Empfehlungsmarketing profitiert nicht nur das Recruiting, sondern das Unternehmen als Ganzes.

mehr... 

 

Entgeltfortzahlungsgesetz

Arbeitsunfähig im Ausland: Regeln beachten, Konflikte vermeiden

Arzt sitzt Patient gegenüber
Foto: © Syda Productions - Fotolia.com
Wenn Beschäftigte im Ausland erkranken, schreibt ihnen das Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) besondereVerhaltensregeln vor. Halten sie sich nicht an diese gesetzlichen Vorgaben, kann der Arbeitgeber zum Beispiel die Lohnfortzahlung einstellen. So weit muss es nicht kommen, wenn beide Seiten die im Beitrag aufgeführten Regeln beachten. 

mehr... 

 

>Weitere Top-Themen