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17.04.2019

Studie: Millionen Arbeitnehmer haben mit Süchten zu kämpfen

Suchtverhalten geht zu Lasten der Gesundheit. Neben Alkohol rücken immer stärker vergleichsweise neue "Drogen" wie Computerspiele oder E-Zigaretten in den Blickpunkt. Wie die DAK-Gesundheit schreibt, fehlen Arbeitnehmer mit Hinweisen auf eine sogenannte Substanzstörung deutlich häufiger im Job als andere.

Der repräsentativen neuen Studie zufolge entfallen 74 Prozent der Krankmeldungen bei Suchtproblemen auf Alkohol. Hochgerechnet weisen rund vier Millionen Erwerbstätige in Deutschland einen riskanten Konsum auf. Alarmierend ist, dass vor allem junge Erwerbstätige zu tief ins Glas schauen: Jeder Sechste zwischen 18 und 29 Jahren ist betroffen. Der Anteil der Beschäftigten mit einem Alkoholproblem ist zudem insgesamt höher, je häufiger diese an der Grenze der Leistungsfähigkeit gearbeitet haben.

Je höher der Konsum, desto gravierender sind wiederum die Folgen für die Arbeitswelt, heißt es in der Studie weiter. So gab jeder neunte befragte Arbeitnehmer mit riskantem Trinkverhalten an, in den letzten drei Monaten wegen Alkohol abgelenkt oder unkonzentriert bei der Arbeit gewesen zu sein. 6,8 Prozent aus dieser Gruppe räumten ein, deshalb zu spät zur Arbeit gekommen zu sein oder früher Feierabend gemacht zu haben.

Hinzu kommen neue Süchte. 56,1 Prozent der Erwerbstätigen spielen Computerspiele, doch gelten 6,5 Prozent als riskante Gamer. Das bedeutet, dass insgesamt 2,6 Millionen Beschäftigte ein auffälliges Nutzungsverhalten aufweisen. Jeder Vierte von ihnen spielt sogar während der Arbeitszeit. Auch hier sind vor allem jüngere Arbeitnehmer betroffen.

Das Rauchen ist dem Report zufolge indes immer noch die verbreitetste Sucht, die auch die Arbeitswelt betrifft. 22 Prozent der Erwerbstätigen rauchen. Über alle Altersstufen hinweg konsumieren etwa fünf Prozent E-Zigaretten. "Dampfen mit Nikotin oder Tabak führt in die Abhängigkeit, genau wie herkömmliche Zigaretten", warnt jedoch Andreas Storm, Vorstandschef der DAK-Gesundheit. Grund genug für ihn, ein umfassendes Werbeverbot für Tabak, Zigaretten und E-Zigaretten zu fordern.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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