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23.04.2019

Homeoffice ist eher noch die Ausnahme als die Regel

Personen mit einem höherem Bildungs- und Anforderungsniveau haben häufiger die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten. Somit sind auch die Anteile der Personen mit vereinbarter Telearbeit in höheren Einkommensgruppen größer. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke hervor. Derzeit bietet allerdings nur eine Minderheit der Betriebe Arbeit im Homeoffice überhaupt an.

2016 waren es in Deutschland 37,4 Prozent der privatwirtschaftlichen Betriebe mit mindestens 50 Beschäftigten, die diese Möglichkeit offerierten. Datengrundlage ist das sogenannte Linked Personnel Panel des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Wie die Bundesregierung in ihrer Antwort betont, dürfte der Anteil im Durchschnitt aller Betriebe, also inklusive der kleineren, niedriger sein, da der Anteil an Betrieben, die Homeoffice anbieten, mit steigender Größe zunimmt.

Nach einzelnen Beschäftigungsgruppen aufgeschlüsselt ist der Anteil der Telearbeit sehr unterschiedlich. Bei Führungskräften oder in Informations- und Kommunikationsberufen ist er sehr hoch, in der Gastronomie dagegen sehr niedrig. "Homeoffice ist derzeit vor allem etwas für Besserverdienende", fasst das Portal heise.de dieses Ergebnis zusammen.

Im Gegenzug scheinen die "Heimwerker" in der Regel mehr Arbeit zu leisten. So kommen Beschäftigte mit Homeoffice im Durchschnitt auf 5,6 Überstunden pro Woche, während bei jenen ohne diese Möglichkeit "nur" 2,9 Überstunden in der Woche zu Buche schlagen.

Die Linke wollte schließlich auch noch wissen, welche gesetzlichen Neuregelungen die Bundesregierung in Bezug auf das Homeoffice plant. Diese antwortete, dass im Koalitionsvertrag vereinbart sei, mobile Arbeit zu fördern und zu erleichtern sowie hierfür einen rechtlichen Rahmen zu schaffen. Und weiter: "Die Bundesregierung beabsichtigt, diese Vorgaben des Koalitionsvertrages umzusetzen."

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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