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25.04.2019

Mit KI produktiver arbeiten

Wer im Flow ist, geht völlig in seiner Aufgabe auf und ist dabei hoch konzentriert. Das kann zu einer größeren Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit führen. Ein vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) koordiniertes Projekt arbeitet an einem Assistenzsystem, dass diesen Zustand erkennen und bewahren können soll. Darüber hinaus sollen Kompetenzen gefördert werden, die den Flow fördern.

Grundannahme der Forschungen ist, dass der Mensch am zufriedensten und produktivsten ist, wenn er seiner Tätigkeit ungestört nachgehen kann und seine Fähigkeiten optimal zu den Anforderungen seiner Tätigkeit passen. Hier setzt das Projekt "Kompetenzen entwickeln und im Zeitalter der Digitalisierung richtig nutzen", kurz: Kern, an.

Um einen Flow-Zustand überhaupt erkennen zu können, werden Probanden am Arbeitsplatz mit Sensoren in einem Armband oder Brustgurt ausgerüstet, die beispielsweise die Herzfrequenz oder den Hautleitwert messen. Mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) soll es gelingen, Muster eines Flows in Echtzeit zu erkennen.

Auf dieser Grundlage soll ein ebenfalls KI-basiertes Kompetenz-Assistenzsystem entwickelt werden, das situationsbezogen Feedback geben kann. Während eines Flows könnten beispielsweise E-Mails auf eine Art zugestellt werden, die den Zustand nicht stören, heißt es am KIT weiter. Ist das produktive Arbeiten dagegen für längere Zeit gestört, könnte das System Vorschläge zur persönlichen Kompetenzentwicklung unterbreiten. Dazu zählen unter anderem konkrete Lern- oder Arbeitseinheiten, über die der Beschäftigte letztlich aber immer selbst entscheiden kann.

Die Projektpartner sehen in solchen Systemen "große Innovationsmöglichkeiten für die digitale Lebens- und Arbeitswelt". Gleichzeitig sind sie sich bewusst, dass diese auch in die Privatsphäre eingreifen. Das "Kern"-Projekt soll daher auch Leitplanken der sich entwickelnden Technologie ausloten.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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