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21.05.2019

Berufsverband fordert Maßnahmen gegen steigende psychische Belastung

Wie verschiedene Studien in der jüngeren Vergangenheit gezeigt haben, steigt die Zahl der Krankentage aufgrund psychischer Probleme unvermindert an. Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) hat sich nun in einem Brief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gewandt, um zentral koordinierte Maßnahmen und Rahmenbedingungen zu erreichen.

Konkreter Anlass war die Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion. Danach hat sich die Zahl der Krankentage wegen psychischer Probleme in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Waren es 2007 "nur" 48 Millionen, beliefen sie sich 2017 auf 107 Millionen. Neben dem gesundheitlichen Leiden entstehen auch beträchtliche wirtschaftliche Ausfallkosten: Sie liegen der Antwort zufolge bei nunmehr 33,9 Milliarden Euro pro Jahr.

"Die beschriebene Problematik ist so gravierend und komplex, dass sie nicht zwischen verschiedenen Interessen- und Betroffenengruppen hin- und hergeschoben oder allein den Unternehmen überlassen werden darf", kommentiert die BDP-Vizepräsidentin Annette Schlipphak die Zahlen. Diese verlangten nach "zentral koordinierten Maßnahmen und Rahmenbedingungen, mit denen zukunftsfähige Antworten möglich werden". Dies gelte umso mehr im Kontext des Arbeitskräftemangel, der immer älter werdenden Gesellschaft bei fortschreitendem Wandel der Arbeitswelt, der Digitalisierung und der Globalisierung.

Der Verband fordert Konsequenzen, die gleichsam auch Prävention wären und einer zukunftsfähigen Politik entsprächen. Der Berufsverband stehe bereit, um die vorhandene Expertise einzubringen, heißt es in dem Brief weiter, der auch an die Arbeits- und Gesundheitsministerien der Länder adressiert wurde.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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