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23.05.2019

Große Branchenunterschiede bei Führungskräfte-Gehältern

Die Höhe des Einkommens als Geschäftsführer oder Führungskraft kann je nach Branchenzugehörigkeit stark differieren. Das zeigt eine Auswertung von 3.255 Daten des Portals gehalt.de. Der Lohn steigt in der Regel mit der Anzahl der Mitarbeiter im Unternehmen, der Komplexität der Organisationsstruktur sowie den Anforderungen an die Führungskräfte.

Die Auswertung zeigt, dass nicht jede Führungsposition automatisch mit einer guten Bezahlung einhergeht. Zu jenen mit dem geringsten Gehalt zählen Restaurantleiter (41.600 Euro Brutto-Mediangehalt), Küchenchefs (48.600 Euro) und Filialleiter im Einzelhandel (51.400 Euro). Auch Heimleiter und Lagerleiter stehen mit 53.400 Euro beziehungsweise 56.300 Euro finanziell nicht sehr viel besser da.

Geschäftsführer verdienen mehr Geld, doch sind die Unterschiede im Branchenvergleich sehr groß. Das geringste Gehalt erhalten Geschäftsführer in Kulturinstitutionen (78.900 Euro). Das jährliche Bruttoeinkommen von Hotel- und Gaststätten-Chefs beträgt 79.500 Euro. Philip Bierbach von gehalt.de führt dies, zusammen mit der hohen Arbeitsbelastung, als Grund an, dass Arbeitgeber aus Gastronomie und Hotellerie häufig Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung haben.

In anderen Branchen wird Geschäftsführern teilweise das Dreifache gezahlt. In der Bank- und Versicherungsbranche liegt ihr Gehalt bei rund 209.800 Euro im Jahr. In der E-Technik (208.100 Euro), der Software-Branche (205.800 Euro) und im Maschinenbau (188.700 Euro) wird die Tätigkeit ebenfalls sehr gut entlohnt.

Die Aufgaben von Führungskräften mit mehr Mitarbeitern werden komplexer und anspruchsvoller. In großen Unternehmen wachsen daher auch die Anforderungen und das Gehalt, so ein weiteres Ergebnis der Untersuchung. Geschäftsführer in Gaststätten und Hotels mit weniger als 100 Mitarbeitern erhielten beispielsweise 61.200 Euro, in großen Betrieben mit mehr als 1.000 Mitarbeitern dagegen 138.500 Euro.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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