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27.05.2019

Neue Publikation: New Work hat viele Facetten

Über die Zukunft der Arbeit wurde bereits viel diskutiert. Das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) hat nun gemeinsam mit dem Bundesarbeitsministerium vielversprechende New Work-Ansätze untersucht. Die Ergebnisse sowie Best Practice-Beispiele wurden in einem Abschlussbericht veröffentlicht, der kostenfrei heruntergeladen werden kann.

New Work definieren die Autoren als Arbeitsformen, die auf ein größeres Maß an Selbstorganisation, agilen Team- und neuen Führungskonzepten setzen. In dem gleichnamigen Projekt sollten Erfolgsfaktoren dafür identifiziert sowie der Weg zu gelungenen Umsetzungen dargestellt werden. "Man muss nicht immer ins Silicon Valley pilgern, um übertragbare Beispiele kennenzulernen", kommentiert Projektleiterin Dr. Josephine Hofmann vom Fraunhofer IAO das Vorhaben.

Zu den zentralen Ergebnissen der Untersuchungen zählt, dass New Work nicht nur für junge Unternehmen oder Digital Natives ist. Vielmehr würden Ansätze auch in vielen traditionellen Betrieben erfolgreich umgesetzt. Dennoch bestimmten Produktionsbedingungen und Tätigkeitstypen sowie die Unternehmensgröße Umsetzungsform und Ausmaß von New Work. Insgesamt seien Ansätze der örtlichen und zeitlichen Flexibilisierung von Arbeit häufiger vertreten als Veränderungen in den hierarchischen Strukturen der Organisationen.

Neben Zahlen, Daten und Fakten enthält der Bericht auch 16 Fallbeispiele. Dazu zählen etwa die digitale Personaleinsatzplanung bei einem Automobilzulieferer, ein agiles Zeitsystem bei einem Maschinenbauer oder Jobsharing bei einem großen Chemiekonzern.

Insgesamt kommen die Autoren zu dem Ergebnis, dass die Gestaltungsmöglichkeiten von New Work größer sind als zunächst vermutet, sowohl in privatwirtschaftlichen Unternehmen als auch in der öffentlichen Verwaltung. Viele dieser neuen Arbeitsformen seien zudem für einen breiten Belegschaftskreis geeignet. Deutlich wurde allerdings auch, dass etablierte Strukturen eine Unternehmenskultur prägen und es daher einer "lang andauernden Kraftanstrengung" bedürfe, die Beteiligten im Sinne der neuen Ansätze in Bewegung zu bringen.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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