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28.05.2019

Deutsche sind offen für flexible Arbeitsmodelle

61 Prozent der Deutschen bevorzugen eine Festanstellung in Vollzeit. Gleichzeitig interessieren sich 80 Prozent von ihnen für flexible Arbeitsmodelle wie Teilzeit- oder Projektarbeit. Die meisten hält eine niedrigere Bezahlung sowie das Risiko eines schnelleren Jobverlusts von der Umsetzung ab. Das zeigt eine bevölkerungsrepräsentative Befragung des Personaldienstleisters Manpower Group.

Für die Studie wurden insgesamt 18.000 Berufstätige zwischen 18 und 65 Jahren in 24 Ländern befragt. 749 davon stammten aus Deutschland. Bei der Entscheidung für ein flexibles Arbeitsmodell stehen vor allem die Möglichkeiten im Vordergrund, Arbeitserfahrung zu sammeln und das Grundeinkommen zu sichern. Während diese Argumente für Jobsuchende besonders wichtig sind, gaben 35 Prozent der Befragten an, sich damit besser um die Familie kümmern zu können. Jeweils 30 Prozent bevorzugten die damit verbundene Unabhängigkeit beziehungsweise die Auswahl zwischen verschiedenen Tätigkeiten.

Trotzdem liegt die Quote jener, die eine Vollzeit-Festanstellung bevorzugen, in Deutschland über dem globalen Durchschnitt. "Was die meisten Arbeitssuchenden in Europa von flexiblen Modellen abschreckt und sie damit Vollzeitstellen bevorzugen lässt, sind die geringe Arbeitsplatzsicherheit und eine niedrigere Vergütung", heißt es in der Studie weiter. 39 Prozent der Deutschen waren zudem der Auffassung, dass Arbeitnehmer, die ein flexibles Arbeitsmodell nutzen, nicht so gut wie Vollzeitkräfte behandelt werden.

"Für die Deutschen sind Gleichheit und soziale Gerechtigkeit immer noch hohe Güter", sagt Silke Meyer von der Manpower Group. Unternehmen sollten daher darauf achten, Projektmitarbeitern sowie Teil- und Vollzeitkräften dieselbe Wertschätzung entgegenzubringen: "Spricht sich das unter Arbeitssuchenden herum, ist das ein Pfund, mit dem eine Firma im Kampf um Talente wuchern kann."

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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