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29.05.2019

Homeoffice ist beliebt, aber nicht flächendeckend verbreitet

Möglichkeiten zur flexibleren Arbeitseinteilung scheinen in Deutschland zunehmend Verbreitung zu finden. Darauf deutet eine aktuelle Umfrage hin, für die 2.201 Personalmanager befragt wurden. So bieten mittlerweile 77 Prozent der Unternehmen ihren Beschäftigten an, gelegentlich zu Hause zu arbeiten. Sogar 83 Prozent ermöglichen mobiles Arbeiten von unterwegs.

Die Angebote werden angenommen: Knapp 30 Prozent der Mitarbeiter in den vom Bundesverband der Personalmanager (BPM) befragten Unternehmen sind gelegentlich aus dem Homeoffice oder mobil für ihren Arbeitgeber tätig. Bei den Führungskräften liegt die Quote mit 43 Prozent noch deutlich höher.

Die Ergebnisse zeigen jedoch auch, dass noch eine große Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit besteht: Knapp 50 Prozent der Beschäftigten könnten gelegentlich im Homeoffice arbeiten. Nach Einschätzung der Personaler wünschen sich dies auch 57 Prozent der Mitarbeiter. In 39 Prozent der Betriebe gibt es bereits entsprechende Betriebsvereinbarungen dazu.

Allein, es gibt auch Hemmnisse bei der Umsetzung. Als größtes wurde in der Umfrage die Existenz einer Präsenzkultur, in denen Vorgesetzte die Anwesenheit der Mitarbeiter verlangen, genannt. Ein weiteres besteht darin, dass sich nicht alle Tätigkeiten für Heimarbeit eignen.

"Die Ergebnisse zeigen, dass das Thema Homeoffice bei Mitarbeitern und Arbeitgebern mittlerweile gleichermaßen wichtig geworden ist", kommentiert Dr. Katharina Herrmann vom BPM die Ergebnisse. Daher sehe der Verband das aktuelle Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur Erfassung der Arbeitszeit kritisch. Dieses verpflichtet die Arbeitgeber, die Arbeitszeit ihrer Beschäftigten systematisch zu erfassen. "Zu modernen Arbeitskulturen gehören Flexibilität in der Arbeitsgestaltung und Vertrauen zwischen Mitarbeitern und Führungskräften", so Herrmann. Das Urteil blende beide Aspekte und damit auch die Forderungen der Mitarbeiter komplett aus.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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