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06.08.2019

In Unternehmen zählt nach wie vor Teamwork

Der Trend zum Individualismus macht auch vor der Arbeitswelt nicht halt. Gleichzeitig beschwören zahlreiche Unternehmen Tugenden wie Teamwork und Loyalität. Das Hernstein-Institut für Management und Leadership hat in einer Studie ergründet, wie dieser vermeintliche Widerspruch zusammenpasst. Im Großen und Ganzen gut, so das Ergebnis seines aktuellen Management Reports.

Insgesamt wurden dafür 1.530 Führungskräfte und Unternehmer, davon 944 in Deutschland und 586 in Österreich, befragt. Demnach stimmten 84 Prozent von ihnen der Aussage zu, dass ihr Unternehmen mehr als die Summe der Einzelnen sei. 69 Prozent räumten jedoch auch ein, dass die Organisation stark profitieren würde, wenn "nicht jeder sein eigenes Ding macht".

Michaela Kreitmayer, Leiterin des Hernstein-Instituts, empfiehlt Führungskräften, regelmäßig ihr Selbst- und Fremdbild mit den Mitarbeitern abzugleichen: "Das liefert Klarheit und schafft - als ein Baustein von mehreren - die Basis für gemeinschaftsorientierte Führung."

Alles in allem zeigten die Ergebnisse jedoch, dass in den meisten Unternehmen das Bild einer konstruktiven, wechselseitig fördernden Kultur vorherrscht. So sagten 57 Prozent der Führungskräfte, dass Konkurrenz kein prägendes Element bei ihren Mitarbeitern sei - was nicht bedeutet, dass es keinen internen Wettbewerb gibt. 81 Prozent sehen aber Teamwork als eine Top-Priorität an.

Auch das Homeoffice widerspricht dem nicht: 71 Prozent der Befragten sehen es nicht als problematisch an, heißt es in dem Report weiter. Vielmehr trete ein sozial und organisatorisch definierter Unternehmensbegriff an die Stelle des räumlich dominierten. Das ist auch daran zu erkennen, dass die E-Mail mit 65 Prozent das wichtigste Instrument für den regelmäßigen Informations- und Wissensaustausch ist - noch vor Meetings (57 Prozent).

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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